Ökodesign-Vorgaben
EU reguliert Herdplatten

Mit neuen Vorgaben für Kochplatten, Backöfen und Dunstabzugshauben will die EU die Energiebilanz verbessern. Die Wirtschaft klatscht prophylaktisch Applaus. Denn für Unternehmen haben die Regelungen einen großen Vorteil.
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BrüsselDie Beamten in der EU-Kommission sind Anfeindungen gewohnt, mit schöner Regelmäßigkeit Bürokratiemonster zu schaffen und die Industrie mit immer neuen Regeln für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu schikanieren. Im jüngsten Fall schicken sie deshalb gleich eine Stimme aus der Wirtschaft vor, um potenziellen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

„Wir wissen, dass unsere Kunden ihre Ausgaben im Haushalt senken, Energie sparen und nachhaltiger leben möchten“, zitieren die Brüsseler Kommunikationsstrategen in einer Mitteilung Lena Pripp-Kovac, die für Nachhaltigkeit zuständige Managerin bei Ikea Schweden. Haushaltsgeräte seien verantwortlich für einen Großteil des häuslichen Energieverbrauchs.

„Die Ökodesign-Vorgaben werden die Umstellung auf energieeffiziente Produkte beschleunigen und kommen so den Menschen und der Umwelt zugute", lobt die Managerin das Vorgehen. Damit steht für Brüssel zweifelsfrei fest: Nicht nur Verbraucher- und Umweltverbände, sondern auch die Hersteller und der Einzelhandel unterstützen die neuen Ökodesign-Standards, die am Freitag in Kraft treten.

Die Regelungen betreffen mit Strom oder Gas betriebene Haushaltsbacköfen, mit Strom oder Gas betriebene Kochfelder und Dunstabzugshauben. Sie schreiben für Produkte, die nach dem 20. Februar auf den Markt kommen, unter anderem eine höhere Energieeffizienz, transparentere Verbraucherinformationen sowie einen möglichst geringen Verbrauch im Energiesparmodus vor.

Damit, rechnet die Behörde vor, ließen sich bei einem energieeffizienten Gasbackofen im Vergleich zu einem herkömmlichen Produkt rund 180 Euro sparen – bezogen auf die durchschnittliche Lebensdauer. Ein energieeffizienter Elektrobackofen der Klasse A+ spare gegenüber einem Modell der Klasse D gar 230 Euro.

So könnten Verbraucher durch den Kauf von Backöfen, Kochfeldern und Dunstabzugshauben der höchsten Energieeffizienzklasse ihre Energiekosten um bis zu 50 Euro jährlich senken. „Koch oder Köchin werden die Veränderungen beim Kochen nicht auffallen, da sich an den Gerätefunktionen nichts ändert“, beruhigen sie bei der Brüsseler Behörde.

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  • Neues aus Absurdistan (EUdSSR)
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    Nach dem Krümmungsgrat der Gurke, Abschaltung der Warmhaltefunktion bei Kaffeemaschinen, der Leistungsbeschränkung von Staubsaugern, dem Glühlampenverbot, sind jetzt also die Kochfelder an der Reihe.

    Den überflüssigen Beamten der EUdSSR fallen immer wieder Absurditäten ein mit denen sie die Bürger gängeln können.

  • Na da waren unsere EU-Beamten ja wieder ihr Steuergeld wert. Die Lobbyisten-Vereinigung haben den Beamten die Gesetzestexte zum 'Wohl' der Umwelt diktiert und haben sich mit Hilfe derer eine gesetzlich legitimiertes Konjunkturprogramm verordnet.
    Da hat sich der Einsatz im EU-Zentralkomitee ja ausgezahlt.

  • Vielleicht gibt es auch bald einen Zwang zum Neuwagenkauf - sagen wir mal einfach, kein Auto darf mehr älter als 10 Jahre alt sein. Wäre doch eine tolles Konjunkturprogramm, oder? ;-)
    Was haben nämlich die keynesianischen Makroklempner etwa mit der Abwrackprämie erreicht? Künstliche Nachfrage wurde generiert, Neuwagenkäufe wurden vorgezogen, aber nun stapeln sich unverkaufte Neuwagen auf speziellen Friedhöfen (natürlich tunlichst, dass es die Öffentlichkeit nicht bemerkt):
    http://www.zerohedge.com/news/2014-05-16/where-worlds-unsold-cars-go-die
    Na, da muss doch die Autolobby bald wieder tätig werden...

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