Ökonomen-Warnung: Slowenien könnte nächster Krisenfall werden

Ökonomen-Warnung
Slowenien könnte nächster Krisenfall werden

Fünf der 17 Euro-Staaten brauchen bereits internationale Finanzhilfe. Zypern kam als jüngster Fall hinzu. Sorgen bereitet Italien. Slowenien ist nach Einschätzung von Ökonomen wohl der nächste Krisenfall.
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BerlinNach Einschätzung von Ökonomen in Deutschland könnte Slowenien nach Zypern schon bald ein nächster Kandidat für den Euro-Rettungsschirm ESM werden. „Der Krisenfall lässt sich kaum noch abwenden, zumal der enorme Finanzbedarf des Staates für eine Bankenrekapitalisierung den Vorteil eines an sich bewältigbaren Refinanzierungsbedarfs zunichte macht (...) und die Ratings stetig nach unten weisen“, sagte Ansgar Belke, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Universität Duisburg-Essen, Handelsblatt Online.

Belke stellte Slowenien in einen Zusammenhang mit den Problemen anderer Krisenländer. Ähnlich wie Italien vereine auch Slowenien einen dramatischen Anstieg der staatlichen Schuldenlast mit einer handlungsunfähigen Regierung. Hinzu kämen eine mangelnde Wettbewerbsfähigkeit wie in fast allen südlichen Ländern der Euro-Zone und eine sehr hohe Verschuldung der Unternehmen wie in Portugal. Das Land habe überdies mit den Folgewirkungen einer geplatzten Immobilienblase und rekapitalisierungsbedürftigen Banken ähnlich wie Irland und vor allem Spanien zu kämpfen. „Es ist somit zu befürchten, dass Slowenien aufgrund dieses unglücklichen Mixes das Schicksal der Peripherieländer teilen wird und noch 2013 unter den Schirm flüchten muss“, so Belke.

Zumal sich, wie Belke weiter sagte, wichtige Nachbarländer und Handelspartner wie Italien in einer strukturellen Rezession befänden. Das Hauptproblem Sloweniens sei daher „der Teufelskreis von finanzieller Anspannung, einem Mangel an fiskalpolitischer Konsolidierung und dessen Beseitigung und geschwächten Unternehmensbilanzen, der die Rezession in Slowenien deutlich verstärkt und auch wohl verlängert“. Dieser Teufelskreis könne wohl nur durch eine Rekapitalisierung einiger Problembanken durchbrochen werden.

Eine schlechte Prognose für Slowenien stellt auch Thorsten Polleit, Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management. „Die Lage ist sehr problematisch“, sagte Polleit Handelsblatt Online. Der Bankensektor des Landes verfüge nur über eine „dünne Eigenkapitaldecke“ in Höhe von 4 Milliarden Euro, bei einer Bilanzsumme von 50,6 Milliarden Euro. „Die jetzt geschätzten Verluste in Höhe von 7 Milliarden Euro bedeuten eine Überschuldung der Banken“, begründete Polleit seinen Pessimismus und fügte hinzu: „Ein Schuldenschnitt scheint unausweichlich.“

Polleit macht für die Situation auch die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich. „Das jahrelange Ausweiten der Geldmenge durch Bankkredite, bereitgestellt von der EZB zu immer tieferen Zinsen, zeigt sich nun von seiner schlimmsten Seite“, sagte der Ökonom. „Die Krise ist noch nicht überwunden, sie wird vermutlich noch schlimmer, bevor eine Besserung eintritt.“

Kommentare zu " Ökonomen-Warnung: Slowenien könnte nächster Krisenfall werden"

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  • und nach den ersten 10 Milliarden nach Slowenien wird Herr Schäuble wieder mit feinem Lächeln im Fernsehen verkünden:

    Slowenien und wir "sind auf einem guten Weg".

    Im September AfD wählen !

  • Ein Land folgt dem anderen weiter in den Abgrund. Bezahlbar ist das nicht mehr. Nur die AfD ist eine Alternative, dass der Euro-Spuk beendet wird bzw. begrenzt wird!

  • Keine Sorge für Slowenien.
    Deutschland wird wieder Milliarden überweisen ( auf Nimmerwiedersehen mit Schuldenschnitt).
    In Deutschland werden einfach die Steuern erhöht oder neue erfungen, auch gern Abgaben, Umlagen ( demnächst die PKW-Maut).
    Die Deutschen werden immer ärmer, viele wissen nicht mehr, wie Sie Ihre Stromrechnungen, Sprit, Heizkosten, Lebensmittel, 2. Miete, 1. Miete, bezahlen sollen.
    Hauptsache unsere etablierten Politiker feiern die Solidarität.
    Eine Alternative wird nicht erwogen. Weiter so ( in den Abgrund ).
    Schluß damit. Die Alternative heißt: Afd zur nächsten Bundestagswahl

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