Indien, das bisher 400.000 Fass persisches Öl pro Tag kauft, bekräftigte, sich einem EU-Ölembargo nicht anzuschließen: "Wir akzeptieren UN-Sanktionen, aber Sanktionen anderer Staaten gelten nicht für uns", sagte Indiens Außenminister Ranjan Mathai vorige Woche: "Wir kaufen weiter iranisches Öl." Auch Südkorea, fünftgrößter Ölkunde Irans, hat bisher einen Kaufstop ausgeschlossen - wie China.
Russlands Ölkonzern Tatneft hat sogar Mitte Dezember noch einen Vertrag über Investitionen in Irans Ölförderung geschlossen - obwohl EU und USA nun auch Benzinlieferungen, Investitionen und Anlagenverkäufe an Irans Energiewirtschaft verbieten. Und über die russische Gazprombank wird nach Handelsblatt-Informationen auch der Zahlungsverkehr für Irans Öllieferungen nach Indien abgewickelt - nachdem die EU die in Hamburg ansässige Europäisch-Iranische Handelsbank EIH auf die Sanktionsliste gesetzt und ein dafür eingerichtetes Bundesbank-Konto geschlossen hatte.
Doch auch für Europa wird es schwer, den als Druckmittel gegen Irans Atomprogramm beschlossenen Boykott umzusetzen. Wegen der hohen Abhängigkeit wollte vor allem Griechenland den Schritt erst ab Oktober umsetzen.
In der unterirdischen Fabrik südöstlich von Teheran wird schwach angereichertes Uran produziert. Es wird für die Stromgewinnung, aber in hoch angereicherter Form auch für Atomwaffen benötigt. Für den Bau einer Atombombe müsste Uran auf 80 Prozent und mehr angereichert werden.
2009 gab Teheran die Existenz einer weiteren, lange geheim gehaltenen Anreicherungsanlage südlich von Teheran zu, die noch nicht in Betrieb ist. Die Fabrik in einem Tunnelsystem auf einem früheren Militärgelände nahe der Schiiten-Hochburg Ghom bietet Platz für 3000 Zentrifugen zur Urananreicherung.
Nach der islamischen Revolution von 1979 zog sich die deutsche Kraftwerk Union (KWU) aus dem Projekt zurück. Später stiegen die Russen in Buschehr ein. In den beiden Atomreaktoren im Südwesten des Landes wurden im Oktober 2010 die ersten aus Russland gelieferten Brennelemente geladen - 35 Jahre nach Baubeginn. Im September 2011 ging Irans erstes Atomkraftwerk offiziell in Betrieb.
Im Zentrum der iranischen Kernforschung gibt es eine Anlage zur Produktion von Kernbrennstäben. Auch das in Zentrifugen zur Urananreicherung benötigte Hexafluoridgas wird südlich von Teheran hergestellt.
Den USA ist seit 2002 die Existenz des unfertigen Schwerwasserreaktors im Westen des Landes bekannt. Hier fällt Plutonium an, das für die Bombenproduktion verwendet werden könnte.
Der kleine Leichtwasserreaktor in der Hauptstadt wurde noch zu Zeiten des 1979 gestürzten Schahs mit US-Hilfe gebaut. Er soll Material für medizinische Zwecke produzieren. Dazu benötigt er angereichertes Uran.
Seit den 1990er Jahren arbeitet nahe der Hauptstadt ein Nuklearforschungszentrum, das vor allem medizinischen Zwecken dienen soll.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy versuchte indes sogar den 1.Mai als Beginn des Ölembargos zu erreichen. Denn Europa müsse "alles tun, um einen Militäreinsatz zu vermeiden", spielte er auf israelische Drohungen mit einem Militärschlag gegen Irans Atomanlagen an.
Einerseits ist es ganz einfach, Ersatz für iranisches Öl zu bekommen: Saudi-Arabien, der größte Opec-Produzent, hat bereits Hilfe zugesagt. Riad könnte seine Ölförderung vom derzeitigen Rekordhoch von 9,8 Millionen Barrel pro Tag sofort auf 11,4 bis 11,8 Millionen hochfahren, sagte Ölminister Ali al-Naimi. Binnen weniger Monate könnte Saudi-Arabiens Ausstoß dann auf das Niveau der vollen Produktionskapazität von 12,5 Millionen Fass am Tag steigen, meinten die Ölexperten von Wood Mackenzie.
"Saudi-Arabien hat ganz klar die Möglichkeiten zur deutlichen Fördererhöhung", so Leo Drollas, Chefökonom des Centers for Global Energy Studies (CGES). Doch unklar sei, ob die Saudis bis zum Anschlag pumpen wollten oder - wie bislang immer - eine Rest-Reserve nach oben ließen. Allerdings steigt derzeit auch Libyens Ölproduktion wieder schnell an und auch Kuwait sowie die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen noch über genügend freie Kapazitäten.
Damit die Welt in Frieden leben kann müssen die kapitalistischen Blutsauger USA und Israel verschwinden
solar auf dem Dach und Pellets im Ofen
Öffi & Fahrad -ganz einfach
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alles selbstgemachte Leiden mit der Ölanbeterei!
Es soll den Iran treffen, aber für Europa selbst ist das Öl-Embargo nur schwer zu verkraften.
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Wenn der Schuss nicht mal nach hinten los geht.
Dann könnte es heissen:
"Wer zuletzt lacht,lacht am besten."
Ein verdammt gefährliches Spiel. Wer zieht da die letzte Trumpfkarte?
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