Öl-für-Lebensmittel-Programm
Uno verlängert Ermittlungen in Korruptionsskandal

Die Vereinten Nationen wollen das Mandat der Sonderermittler verlängern, die den milliardenschweren Öl-für-Lebensmittel-Skandal untersuchen.

GENF. Noch hat die Kommission unter Leitung des Ex-Notenbank-Chefs Paul Volcker einen Auftrag bis Ende Dezember. „Aber wir prüfen, wie wir den Zeitrahmen ausdehnen können“, bestätigte Uno-Sprecherin Marie Okabe dem Handelsblatt. Die Kommission brauche mehr Zeit, um ihre Erkenntnisse über Korruptionsvorwürfe gegen 2 253 Firmen an nationale Behörden weiterzuleiten.

Derzeit laufen in einigen Ländern Ermittlungsverfahren gegen Firmen wegen angeblicher illegaler Geschäfte mit dem Irak im Rahmen des Öl-für-Lebensmittel-Programms der Uno. Das Komitee erhob auch Vorwürfe gegen Siemens und Daimler-Chrysler. Beide Unternehmen weisen die Anschuldigungen zurück.

Auch nach der Auflösung der Kommission werde die Uno den Zugang zu den Akten sicherstellen, versicherte Okabe. Über das genaue Prozedere beraten laut der Sprecherin derzeit Uno-Juristen mit der Volcker-Kommission. Die Uno kommt damit Forderungen nach, wie sie unter anderem Transparency International gestellt hatte. Die internationale Organisation zur Bekämpfung von Korruption hatte in einer Resolution, die sie an Uno-Generalsekretär Kofi Annan gerichtet hat, um Fristverlängerung gebeten. Unterlagen, die Schmiergeldzahlungen belegen können, dürften noch nicht wieder in die Ursprungsländer, das heißt zum größten Teil an den Irak, zurückgeschickt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%