Öl und Gas: Marktwert der Vorkommen von mehr als 600 Milliarden Euro

Öl und Gas
Schatzinsel Zypern

Marktwert der Vorkommen von mehr als 600 Milliarden Euro

Bereits im Oktober 2011 begann der US-Konzern Noble Energy im so genannten Block 12, einem von 13 Offshore-Sektoren südlich der Insel, mit der Suche nach Erdgas. Block 12 grenzt an ein Seegebiet, in dem Israel bereits 2009 zwei große Erdgasfelder entdeckte, Tamar und Dalit. Ende 2010 einigten sich Israel und Zypern auf eine Abgrenzung der beiderseitigen Wirtschaftszonen im östlichen Mittelmeer. Ende Dezember 2011 wurde Noble Energy im zyprischen Sektor fündig: In etwa 4.500 Metern unter dem Meeresboden stieß die Probebohrung auf ein Erdgasfeld. Es hat nach ersten Schätzungen einen Umfang von 255 Milliarden Kubikmeter.

Der Fund könnte Zyperns Erdgasbedarf für etwa zwei Jahrzehnte decken. Die Förderung soll 2018 beginnen. Doch das ist erst der Anfang. Ende Januar vergab die Regierung eine Konzession für Bohrungen in den Blocks 2,3 und 9 an ein Konsortium aus der italienischen Eni und der südkoreanischen Kogas. In den Blocks 10 und 11, die jetzt an Total vergeben wurden, vermuten Experten weitere 150 bis 240 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Und darunter dürfte es Ölvorkommen geben, die möglicherweise noch bedeutender sind. Total will deshalb mit den Bohrungen in größere Tiefen vorstoßen.

KRETIK-Chef Ellinas schätzt die Gasvorkommen in der zyprischen Wirtschaftszone auf „mindestens 60 Billionen Kubikfuß“ (1,8 Billionen Kubikmeter). Damit könnte Zypern neben der eigenen Nachfrage auch etwa zehn Prozent des Bedarfs Westeuropas decken, sagt Ellinas. Eine Studie der Royal Bank of Scotland (RBS) beziffert den Marktwert der zyprischen Gas- und Ölvorkommen auf „mehr als 600 Milliarden Euro“. Davon könnte, so eine Faustregel, der Staat etwa die Hälfte kassieren. Der Betrag entspräche fast dem Zwanzigfachen der Staatsschulden Zyperns.

Seite 1:

Schatzinsel Zypern

Seite 2:

Marktwert der Vorkommen von mehr als 600 Milliarden Euro

Seite 3:

„Es wird eines der größten Terminals der Welt“

Kommentare zu " Öl und Gas: Schatzinsel Zypern"

Alle Kommentare
  • Gas für 600 Milliarden!?
    Ja und der Nikolaus und der Osterhase sind Brüder!

  • Soweit danke für die Info.
    Aber es verlieren ja nicht nur sparer Geld. Es gibt ja auch genug "kleine Leute", die bei den Banken Schulden (Kredite) haben.
    Das könnte man durchaus verrechnen und müsste nicht gleich Verluste aus Spekulationen (Immobilienblase etc...) stützen.

  • Dort gibt es bei weitem nicht so viel Öl und Gas, wie behauptet. Und die Vorkommen befinden sich in großer Tiefe, und können nur als LNG exportiert werden. Für Zypern wird da nicht viel abfallen. Als Sicherheiten sind die Vorkommen daher beinahe wertlos.

  • Es ist klar, daß die meisten Kommentatoren hier über diese Meldung mit diesem Timing mißtrauisch sind. Die rießigen Gasreserven des gesamten östlichen Mittelmeers (auch Griechenlands) sind aber schon länger bekannt und Israel beutet bereits aus (es gibt auch inzwischen einen Vertrag zwischen Zypern und Isreal über die Nutzung).
    Ich habe hier im HB-Kommentarbereich seit ca. 2 Jahren ständig darauf hingewiesen (meist im Zusammenhang mit Griechenland, aber auch mit den Vorgängen des sogenannten Arabischen Frühlings, der zufällig mit der Küste des östlichen Mittelmeers übereinstimmt).
    Die Frage ist in diesem Fall natürlich immer, wo am Ende dann das Geld hängen bleibt. Hier sind die anglo-amerikanischen Ölkonzerne (und Banken) im Spiel und die wissen seit mehr als einem Jahrhundert wie man die Karten ausspielt um die Rohstoffe anderer Leute zu plündern und auch wie man solche Projekte gegebenenfalls blockiert, sollte eine Ausbeutung - schon gar nicht durch die Russen -derzeit nicht gewünscht sein (z.B. um die Energiepreise oben zu halten).

  • Grabungen im Bereich des Berliner Reichstagsgebäudes haben ein unglaubliches Vorkommen von überirdischen Goldadern ergeben. Die Schürfrechte wurden aus Solidaritätsgründen zu gleichen Teilen an die EZB und an das Europaparlament lastenfrei übergeben ... es ist Karneval, die Jecken sind los.

  • @Ludwig500
    Den Nagel gleich zweimal hart auf den Kopf getroffen!

  • Es geschehen noch Zeichen und Wunder!!!!

    Jeder Schuldenbaron sitzt auf riesigen Gas und Ölvorkommen.

    Gut dass die das alle noch rechtzeitig gemerkt haben.

    Es ist unglaublich!!!!!!!!

  • @Widerstand: Shell wird da schon auch mit im Boot sitzen, so dass nicht nur F davon profitiert, sondern NL auch ein bisschen was abbekommt.

    Bürgschaften oder Sicherheiten verlangen?

    Irgendwie hat doch unsere Regierung vor so was Angst wie der Teufel vor'm Weihwasser....jeder klardenkende Mensch würde sich nie auf die ganze Geschichte ohne Sicherheiten einlassen, aber wer ist das schon im Vergleich mit unserer Supermutti, die alles im blossen Vertrauen macht und keine Bürgschaften nötig hat.......

  • Ohhh, noch immer einer nicht verstanden. Den Banken gehört das verlorene Geld nicht, des gehört zum Beispiel Sparern wie Du und ich. OK, was passiert nun, wenn man eine Bank pleite gehen lässt? Na?
    Genau, das Geld der Sparer ist weg. Vergiss die Einlagensicherung. Das ist ein Feigenblatt, das funktioniert bei großen Banken nicht. Was macht nun der Staat, damit der kleine Sparer nicht in die Röhre guckt oder dann gar Revolution macht?
    Richtig ! Er rettet die Bank.

  • Vorsicht Plagiat:

    Es gibt eine Sozialromantik, die Wahlziffern und den Rausch von Massenreden für Taten hält, und eine Wirtschaftsromantik, die ohne alle Kenntnis der inneren Formen realer Wirtschaft hinter den Geldtheorien kranker Gehirne herläuft. Sie fühlen sich nur in der Masse, weil sie da das dunkle Gefühl ihrer Schwäche betäuben können, indem sie sich multiplizieren. Und das nennen sie Überwindung des Individualismus.
    Und sie sind, wie alle Rationalisten und Romantiker, sentimental wie Gassenhauer. [..] Denn diese üble Sentimentalität, die über allen theoretischen Strömungen dieser zwei Jahrhunderte liegt, dem Liberalismus, Kommunismus, Pazifismus, über allen Büchern, Reden und Revolutionen, stammt aus seelischer Unbeherrschtheit, aus persönlicher Schwäche, aus Mangel an Zucht durch strenge alte Tradition. [..] Sie sieht die menschlichen Dinge von unten, klein und kleinlich, aus dem Kellerfenster, von der Gasse, dem Literatencafe, der Volksversammlung her, nicht aus der Höhe und Ferne. Jede Art von Größe, alles was aufragt, herrscht, überlegen ist, ist ihr verhaßt, und Aufbau bedeutet ih in Wirklichkeit den Abbau aller Schöpfungen und Kultur, des Staates, der Gesellschaft bis zum Niveau der kleinen Leute, über das ihr armseliges Gefühl nicht begreifend hinausragt.

    Willkommen Fräulein Merkel!

    - Chancy Gärtner habe ich gestern als Analogie vorgestellt.

    Im Übrigen hat Aldous Huxley Recht mit seiner Warnung, nicht Orwell. Weshalb es unsinnig ist, gegen den Orwell-Staat zu kämpfen, denn die gefahr kommt aus einem selbst!
    Inhalt: Wir stecken bis zum Hals drinnen in der Schönen neuen Welt, einer Welt unendlicher Zerstreuerung, in der wir die Unterdrücker lieben, die Technologie anbeten, die alle Denkfähigkeit zunichte macht.
    Und Manfred Spitzer mit "Digitale Demenz".

    Bei mir fügt sich stets alles wie von Geisterhand. An der Unberechenbarkeit indes ändert das nichts.

Serviceangebote