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Öl- und Gasboom: Obama läutet neuen Kurs in der Energiepolitik ein

Barack Obama spricht in seiner Rede auch über Erdgas. Dahinter steckt eine Revolution im amerikanischen Energiesektor, die bei Umweltschützern großes Unbehagen hervorruft.

New YorkIn Schiefergestein befinden sich in den USA Unmengen an Erdöl und Erdgas, die lange Zeit als nicht förderbar galten. Fortschritte in der Bohrtechnik ermöglichen heute einen Abbau der Vorkommen. Amerikaner entwickelten eine vertikale Tiefbohrtechnik, in der Wasser gemischt mit speziellen Zusatzstoffen unter hohem Druck in das Gestein gepresst wird, um es aufzureißen. Das sogenannte „Hydraulic Fracking“ setzt das vor Jahrmillionen festgesetzte Öl oder Gas frei, das abgepumpt werden kann.

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Die Förderung von Öl und Gas aus Schiefer ist nicht unumstritten. Kritiker befürchten eine Trinkwasserbelastung durch die bei der Bohrung zugeführten Zusatzstoffe wie Benzol oder Ethylbenzol. Unternehmen verweisen auf den geringen Anteil der bedenklichen Stoffe. Zudem seien Bohrungen in der Nähe von Trinkwasservorkommen untersagt. In einer kritischen Dokumentation „Gasland“ 2010 ist eine weitere Nebenwirkung zu sehen: Erdgas vermischte sich mit Trinkwasser – mit so hoher Konzentration, dass Betroffene mit dem Feuerzeug das Wasser aus dem Hahn anzünden können.

Arbeiter auf einem Hydro-Fracking-Feld in Pennsylvania. Quelle: AFP
Arbeiter auf einem Hydro-Fracking-Feld in Pennsylvania. Quelle: AFP

Nach Angaben des US-Energieministeriums belaufen sich die Landesvorkommen auf sechs Billionen Barrel. Davon sind 1,5 bis zwei Billionen Barrel wirtschaftlich verwertbar – immerhin fünfmal so viel, wie Saudi Arabien offiziell an Reserven besitzt. In einer jüngsten Studie prognostiziert Investmentbank Goldman Sachs, dass Amerika bereits 2017 Russland den Rang als größtes Nicht-Opec-Ölproduzent der Welt den Rang ablaufen könnte.

Der Abbau von Öl per Fracking lohnt sich bei einem Ölpreis von mindestens 40 Dollar je Barrel. Derzeit liegt der Marktpreis mehr als doppelt so hoch. Das in Schiefer gefangene Öl ist geologisch gesehen jünger als herkömmliches Erdöl. Das so genannte Kerogen ist von vergleichsweise geringerer Qualität, kann aber gut in Kerosin, Diesel und andere hochwertige chemische Stoffe gewandelt werden. Insgesamt soll es weltweit 2,6 Billionen Barrel verwertbares Schieferöl geben, davon liegen zwei Billionen Barrel in den USA.

  • 25.01.2012, 11:05 UhrIbot

    ich bin der festen überzeugung, dass es längst brauchbare neue ernergieträger gibt.
    solange aber industrie und die staaten über wahnsinnige steuern wahnsinnige gewinne mit öl und gas machen, wird das bis zum letzten liter fortgesetzt

  • 25.01.2012, 09:48 UhrBuerger67

    Herr Obama sollte lieber einen neuen Kurs für alternative Energieerzeugungstechnologien einschlagen, wie z.B. für die kalte Fusion, die jetzt von der NASA bestätigt wurde
    ( http://iknews.de/2012/01/13/kalte-fusion-nasa-bestatigt-basis-innovation/ ).
    Wer braucht noch Erdöl oder Erdgas in den USA, wenn alle Amerikaner die Energie für ihr Haus (Strom, Raumwärme und Warmwasser) aus alternativen Energietechniken erhalten können, die bereits getestet wurden?
    Da Herr Obama weiterhin auf Erdöl und Erdgas setzt, läutet er keinen neuen Energiekurs ein!

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