Ölkonzern Petrobas
Korruptionsskandal in Brasilien weitet sich aus

Nachdem der Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobas bereits den Chef der größten Investmentbank des Landes, Andre Esteves, um sein Amt gebracht hat, hat nun ein weiterer Manager sein Amt aufgegeben.

Sao PauloIn Brasilien zieht der Korruptionsskandal bei dem staatlichen Ölkonzern Petrobras weitere Kreise. Nachdem am Wochenende in Zusammenhang mit der Affäre der Chef der größten Investmentbank des Landes, Andre Esteves, zurückgetreten war, gab am Montag Petrobras-Chairman Murilo Ferreira sein Amt auf.

Der Konzern gab keine Gründe für den Schritt an. Ferreira war seit dem 24. September freigestellt. Damaligen Firmenangaben zufolge hatte er aus persönlichen Gründen darum gebeten. Wie ein hochrangiger Vertreter von Petrobras sagte, wollte er sich auf seinen Chefposten beim Bergbaukonzern Vale konzentrieren.

Bei Petrobras gibt es massive Schmiergeldvorwürfe. Unter anderem soll der Ölgigant unrechtmäßig Gelder an politische Parteien geschleust haben. In dem Zusammenhang kamen am Wochenende weitere Details ans Licht. So sollen Medienberichten zufolge Zahlungen an Parlamentspräsident Eduardo Cunha über die Bank BTG Pactual gelaufen sein.

Der Chef der Instituts, Esteves, wiederum soll Ermittlungen bei Petrobras behindert haben. Er wurde in der vergangenen Woche verhaftet und gab sein Amt am Sonntag auf. Über seinen Anwalt wies er die Anschuldigungen zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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