Ölpest im Golf von Mexiko: Mammutprozess wird um eine Woche verschoben

Ölpest im Golf von Mexiko
Mammutprozess wird um eine Woche verschoben

Das mit dem Fall befasste Gericht in New Orleans sagte am Sonntag den geplanten Prozessbeginn am Montag ab, um weitere Gespräche über eine mögliche gütliche Einigung zwischen Klägern und Beklagten zu ermöglichen.
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London/WashingtonIm Streit um Entschädigungszahlungen für die Ölpest im Golf von Mexiko ist ein Mammutprozess in New Orleans kurz vor dem geplanten Start verschoben worden. Das teilten der britische Energiekonzern BP als Hauptbeklagter sowie der Steuerkreis der Kläger am Sonntagabend mit.

Der Prozess, in dem es um Milliardenforderungen der US-Regierung, mehrerer Bundesstaaten sowie zahlreicher Unternehmen und Privatleute gegen BP und andere Beklagte geht, hätte an diesem Montag beginnen sollen. Die Kläger und BP wollen mit der Verschiebung um eine Woche auf den 5. März versuchen, in letzter Minute noch eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, hieß es.

Es könne aber keine Garantie dafür geben, dass die Gespräche zu einer Einigung führen werden. Nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April 2010 waren bis 780 Millionen Liter Rohöl in Meer gelangt. Mehr als 1000 Kilometer Küste wurden verschmutzt und Fischfanggebiete wochenlang großräumig gesperrt.

Elf Arbeiter waren bei der Explosion ums Leben gekommen. Allein die US-Regierung könnte im äußersten Fall bis 20 Milliarden Dollar (knapp 15 Mrd Euro) Bußgeld verlangen. Hinzu käme vermutlich Schadensersatz in ähnlicher Höhe.

BP hat bisher bereits 7,5 Milliarden Dollar außergerichtlich für Entschädigungen und Aufräumarbeiten gezahlt. Auch an der Bohrung beteiligte Firmen wie Halliburton aus den USA und Transocean aus der Schweiz müssen sich neben anderen Unternehmen in dem Prozess verantworten..

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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