Ölpreisverfall
Venezuela will mit Russland den Ölmarkt stabilisieren

Zwischen Venezuela und Russland laufen diplomatische Bemühungen, um den Ölmarkt zu stabilisieren. Beide Volkswirtschaften stecken wegen des Preisverfalls in der Krise, Staatseinnahmen sind dramatisch zurückgegangen.

MoskauAufgrund des starken Preisverfalls an den Ölmärkten laufen die diplomatischen Bemühungen zwischen den großen Förderländern auf Hochtouren. Venezuela spreche mit einigen Mitgliedsländern des Förderkartells Opec sowie Russland über eine mögliche Kooperation zur Stützung der Preise, sagte Wladimir Woronkow, Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien, am Montag.

Venezuelas und Russlands Volkswirtschaften stecken tief in der Krise, die Staatseinnahmen sind wegen des Ölpreisverfalls dramatisch zurückgegangen.

Samir Kabulow, ein hochrangiger Vertreter des russischen Außenministeriums, fügte laut Agentur RIA hinzu, dass eine gemeinsame Aktion der Förderländer eine Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien voraussetze.

„Wir alle benötigen Stabilität auf dem Ölmarkt und müssen zu normalen Preisen zurückkehren.“ Saudi-Arabien und der Iran sind geopolitische Gegner, die verschiedene Seiten im Konflikt in Syrien und Jemen unterstützen.

An den Ölmärkten waren zuletzt wiederholt Spekulationen zu Förderkürzungen aufgeflammt. Doch ein abgestimmtes Vorgehen der Produzenten ist bislang nicht erkennbar. Im Kampf um Marktanteile haben die größten Ölstaaten bisher bewusst auf Produktionskürzungen verzichtet und stattdessen den Markt geflutet.

Damit wollen sie die USA aus dem Markt drängen, wo dank der umstrittenen Fracking-Technik die Förderung boomt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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