Österreich
Ex-Finanzminister Josef Pröll geht zu Raiffeisen

Nachdem sich der frühere österreichische Finanzminister Pröll wegen Krankheit aus der Politik zurückgezogen hatte, wechselt er nun in die Wirtschaft und übernimmt den Vorstandsvorsitz beim Beteiligungskonzern LLI.
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Der frühere österreichische Finanzminister Josef Pröll, 42, wechselt in die Wirtschaft. Zum 1. Juli übernimmt Pröll den Vorstandsvorsitz beim Beteiligungskonzern Leipnik Lundenburger Invest (LLI), teilte der Mehrheitsgesellschafter Raiffeisen mit. LLI hält vor allem Beteiligungen im Lebensmittelbereich und ist ein großer Mühlenbetreiber. Pröll war im April wegen gesundheitlicher Probleme von allen politischen Ämtern zurückgetreten.

In Österreich war der Wechsel von Pröll zu Raiffeisen erwartet worden. Auch als Politiker hatte Pröll immer gute Kontakte zum österreichischen Raiffeisen-Konzern, zu dem nicht nur Banken, sondern auch wichtige Unternehmensbeteiligungen in Industrie und Landwirtschaft gehören. Pröll hatte seine politische Karriere im österreichischen Bauernbund begonnen, der wiederum enge Kontakte zu Raiffeisen hält.

Pröll hatte im Winter beim Skifahren eine lebensbedrohliche Lungenembolie erlitten. Danach hatten ihm die Ärzte geraten, den Stress zu reduzieren und beruflich ein weites Stück zurückzustecken. Pröll entschied sich daraufhin zum kompletten Rückzug aus der Politik und gegen eine Teilaufgabe seiner politischen Ämter. Der konservative Politiker war nicht nur Finanzminister, sondern auch Vizekanzler in der Großen Koalition in Wien und Parteivorsitzender der bürgerlichen Volkspartei ÖVP.

zel

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