Österreich
Faymann soll's für die SPÖ richten

In Österreich haben die Sozialdemokraten (SPÖ) wenige Wochen vor der Parlamentswahl einen neuen Vorsitzenden gewählt. Infrastrukturminister Werner Faymann erhielt beim Parteitag in Linz am Freitag über 98 Prozent der Stimmen.

HB WIEN. Der 48-Jährige wird die Partei auch als Spitzenkandidat in die vorgezogene Wahl am 28. September führen. Die Große Koalition war Anfang Juli nach nur knapp eineinhalb Jahren geplatzt. Mit dem vorzeitigen Ende seiner ersten Regierung kündigte auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer seinen Rückzug aus der Bundespolitik an. Er bleibt nur noch bis zur Bildung einer neuen Regierung im Amt.

Die konservative Volkspartei (ÖVP) hatte das Bündnis mit der SPÖ nach monatelangem Streit beendet. In Umfragen lag die ÖVP in den vergangenen Wochen knapp vor der SPÖ. Beiden Parteien drohen jedoch Verluste von bis zu zehn Prozentpunkten und ein Absturz unter die 30-Prozent-Marke.

Mit Stimmengewinnen können den Meinungsforschern zufolge die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ) und die Grünen rechnen. Die FPÖ könnte auf 19 Prozent kommen, die Grünen auf 15 Prozent zulegen.

Für die SPÖ hat der neue Parteichef Faymann eine Koalition mit der FPÖ ausgeschlossen. Die ÖVP kann sich ein Bündnis mit allen Parteien vorstellen, die ins Parlament gewählt werden. Um den Einzug kämpfen auch das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) des früheren FPÖ-Chefs Jörg Haider, das Liberale Forum und die Liste des früheren ÖVP-Politikers Fritz Dinkhauser. Auch sie könnten für SPÖ und ÖVP als Koalitionspartner infrage kommen, wenn ihnen der Sprung über die Vier-Prozent-Hürde gelingt.

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