Offenbar brisante Pläne gefunden: USA bekräftigen Atomwaffen-Verdacht gegen Iran

Offenbar brisante Pläne gefunden
USA bekräftigen Atomwaffen-Verdacht gegen Iran

Die USA haben ihren Atomwaffen-Verdacht gegen den Iran erneut bekräftigt. Das Land strebe weiter nach nuklearen Waffen und halte sich nicht an sein Versprechen vom vergangenen Jahr, sein Programm zur Anreicherung von Uran zu stoppen, sagte der Abteilungsleiter im US-Außenministerium, John Bolton, am Donnerstag bei einer Sicherheitskonferenz in Berlin.

HB BERLIN/WIEN. „Es gibt nach unserer Auffassung keinen Zweifel daran, dass der Iran weiterhin ein Atomwaffenprogramm betreibt“, sagte Bolton. Diplomaten hatten zuvor berichtet, der Iran habe brisante Pläne für den Bau von Zentrifugen zur Uran-Anreicherung nicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gemeldet. Dies stelle die Zusammenarbeit des Landes mit der UNO-Behörde in Frage. Der iranische Außenminister Kamal Charrasi erklärte dazu bei einem Aufenthalt in Rom, sein Land sei bereit, die IAEA bei der Prüfung der Einhaltung der Atomvereinbarung zu unterstützen.

Die USA haben dem Iran bereits mehrfach vorgeworfen, den Besitz von Atomwaffen anzustreben. Die Regierung in Teheran hat dies stets zurückgewiesen und erklärt, ihr Atomprogramm diene nur friedlichen Zwecken.

Mit Hilfe der im Iran gefundenen Pläne könnten nach Angaben der Diplomaten Maschinen zur Herstellung von waffentauglichem Uran gebaut werden. Die Entwürfe seien durch Informationen aus Libyen und anderen Staaten entdeckt worden. Ein großer Teil der Käufe im Rahmen der Pläne sei über ein illegales Vertriebsnetz mit Sitz in Dubai und Verbindungen zu dem führenden pakistanischen Atomwissenschaftler, Abdul Qadeer Khan, getätigt worden. Khan hatte kürzlich eingeräumt, Atomtechnik an Libyen, Nordkorea und den Iran weitergeben zu haben.

Den Diplomaten zufolge beziehen sich die Pläne auf eine hoch entwickelte Zentrifuge, die von dem deutsch-britisch- niederländischen Konsortium Urenco hergestellt wird. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass Urenco die Pläne an den Iran weitergegeben habe. Das Konsortium selbst hat bestritten, Technologie an den Iran geliefert zu haben. Bolton sagte über die iranische Regierung: „Sie haben sich nach unserer Beurteilung nicht einmal an die Verpflichtungen gehalten, die sie im Oktober eingegangen sind, ihre Urananreicherungsaktivitäten einzustellen.“ Er fügte hinzu, „tatsächlich betreiben sie keine Zentrifugen, aber sie setzten ihre Aktivitäten zum Zusammenbau der Komponenten fort, die sie für ihr Urananreicherungsprogramm benötigen.“

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