Offensive in Mali Soldaten kontrollieren Zugang nach Timbuktu

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Wie Deutschland helfen will

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) kündigte am Montag einen „substantiellen Beitrag zur finanziellen Unterstützung“ des Mali-Einsatzes durch Deutschland und die EU an. Die Bundesregierung habe „bereits angekündigt, dass wir mehr tun werden, als wir bereits öffentlich bekannt gemacht haben“, sagte Westerwelle. Genauere Angaben dazu wolle er am Dienstag machen.

Sicher ist, dass Deutschland 50 Splitterschutzwesten sowie Handsonden zur Sicherheitsüberprüfung nach Mali schickt. Die Lieferung, die am Dienstag rausgehen soll, habe einen Wert von „etwas unter 100.000 Euro“, sagte ein Sprecher des Auswärtiges Amts. Mit der Lieferung werde ein konkreter Bedarf Malis erfüllt, der im November an Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bei dessen Besuch in dem westafrikanischen Land übermittelt worden war. Deutschland werde zudem bei der Geberkonferenz in Addis Abeba am Dienstag weitere Hilfen im Rahmen seiner Unterstützungsleistungen zusagen, sagte der Sprecher.

Denkbar sind nach Angaben der Bundesregierung zudem weitere Ausstattungshilfen für Mali. Das Verteidigungsministerium verwies auf bereits im vergangenen Jahr gelieferte Fahrzeuge, Zelte sowie ein Feldlazarett. Zudem werde überlegt, wie die Truppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS über den bereits angelaufenden Truppentransport mit deutschen Transall-Flugzeugen hinaus unterstützt werden könnten. „Da sind wir derzeit auch in einer offenen Prüfung“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Es müsse aber genau geschaut werden, was vor Ort nötig sei. Der Sprecher betonte, dass unter die sogenannte Ausstattungshilfe keine Waffen fielen.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums betonte zugleich, dass eine mögliche Luftbetankung französischer Flugzeuge durch deutsche Maschinen nicht vom Tisch sei. Problem sei die bislang fehlende Zertifizierung für die Aktion mit französischen und deutschen Maschinen. Das werde jetzt aber „zeitnah“ nachgeholt.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, kritisierte die Haltung der Bundesregierung im Mali-Konflikt. „Ich habe den Eindruck, dass die Bundesregierung immer wieder nur Minimallösungen anbietet“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Deutschland solle bei Unterstützung und Logistik „das leisten, was dem großen Land Deutschland auch angemessen ist“.

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  • afp
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2 Kommentare zu "Offensive in Mali: Soldaten kontrollieren Zugang nach Timbuktu"

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  • Mein Gefühl sagt mir: der Vormarsch geht zu glatt. Die Islamisten verziehen sich in die Wüste und schlagen erneut zu, wenn die Franzosen weg sind. D.h. die Franzosen müssen sehr lange im Land bleiben, um auch dem letzten Islamisten den Garaus zu machen.

  • Diese Islamisten sind eben nur marodierende Verbrecherbanden, sonst nichts!

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