Offiziell bestätigt
Snowden stellt Antrag auf Asyl in Russland

Die russische Migrationsbehörde hat den Asylantrag des Ex-Geheimdienstexperten Edward Snowden erhalten. Es ist die erste offizielle Bestätigung. Die USA fordert die Auslieferung – Snowden sei kein Menschenrechtsaktivist.
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MoskauNSA-Enthüller Edward Snowden hat in Russland einen förmlichen Antrag auf vorübergehendes Asyl gestellt. Dies berichtete am Dienstag der Moskauer Anwalt Anatoli Kutscherena, der den 30-jährigen früheren US-Geheimdienstmitarbeiter am Freitag in der Transitzone des Moskauer Flughafens Scheremetjewo getroffen und rechtlich beraten hatte. Das Asylgesuch sei am Dienstag der Migrationsbehörde übermittelt worden, sagte Kutscherena. Russischen Medienberichten zufolge ging es dort auch ein. Es ist die erste offizielle Bestätigung, dass der US-Amerikaner tatsächlich den Flüchtlingsstatus beantragt hat.

Allerdings müsse Snowden darauf verzichten, den Interessen der USA zu schaden, hatte Putin als Bedingung gestellt. Eine Auslieferung hatte Putin abgelehnt. Die USA forderten dagegen erneut Snowdens Auslieferung.

„Er ist kein Menschenrechtsaktivist“, sagte der Sprecher des US-Präsidialamtes Jay Carney in Washington. „Er ist kein Dissident. Ihm wird vorgeworfen, geheime Informationen preisgeben zu haben“, sagte Carney über den 30-jährigen Snowden, dem die US-Behörden Spionage vorwerfen.

„Er sollte nach Hause kommen und den Mut haben, den kriminellen Anschuldigungen gegenüberzutreten“, sagte US-Außenamtssprecher Patrick Ventrell am Dienstag in Washington.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, betonte, Washington sei weiterhin in Kontakt mit Moskau wegen Snowden. Es gebe hinreichende Gründe, ihn auszuliefern. Washington hoffe, dass der Fall Snowden nicht zu einer Verschlechterung der Beziehungen zu Russland führe. Es gebe derzeit keine Überlegungen, die Reisepläne von Präsident Barack Obama zu ändern.

Snowden hatte bereits vergangene Woche angekündigt, in Russland um Asyl nachzusuchen, zumindest bis er weiter nach Lateinamerika fliegen könne. In den darauffolgenden Tagen war aber zunächst kein formaler Antrag eingegangen. Anwalt Kutscherena betonte, dass das russische Gesetz keine zeitliche Frist für die Bearbeitung eines Asylantrags vorsehe.

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Snowden hatte mit Enthüllungen über Datensammel- und Spähprogramme des US-Geheimdiensts NSA weltweit für Aufsehen gesorgt. Der 30-Jährige hatte sich zunächst aus Hawaii nach Hongkong abgesetzt und war von dort am 23. Juni nach Moskau geflogen, wo er seither am Flughafen ausharrt.

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Die Aufklärung der NSA-Affäre solle Chefsache werden

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  • Jetzt ist Snowden endlich angekommen.
    Sein Dienst-Herr freut sich schon...oder auch nicht.
    Sowden hat sein Leben verwirkt - und das ist für mich - das schlimme Drama dieser Geschichte.
    Geheimdienste müssen im - Geheimen - arbeiten können.
    Ja...aber diese Dienste müssen überall in der Welt von demokratischen Institutionen überwacht werden.
    Das Drama ist noch nicht zu Ende...

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