Offizielle Zahl der Verstorbenen liegt bei 333
In Beslan werden die ersten Toten bestattet

In der südrussischen Stadt Beslan haben sich am Sonntag Angehörige versammelt, um die ersten der mehr als 300 Todesopfer der Geiselnahme in einer Schule zu bestatten.

HB BESLAN. Überall weinten Mütter und Väter, die ihre Kinder bei der Erstürmung der von tschetschenischen Rebellen besetzten Schule am Freitag verloren haben. Als erstes Zeichen dafür, dass Politiker die Verantwortung für die Erstürmung übernehmen, bot der Innenminister der Teilrepublik Nord-Ossetien, Kasbek Dsantijew, seinen Rücktritt an. Deutsche Sicherheitsdienste befürchten einem Zeitungsbericht zufolge, dass tschetschenische Separatisten auch russische Einrichtungen im Ausland angreifen.

„Wir haben die Hoffnung bis zum Schluss nicht aufgegeben“, sagte die Ärztin Rimma Butewa, die zwei Tage lang nach ihrer Cousine Rosa und deren neunjährigem Sohn suchte. „Aber als wir ihre Leiche gesehen haben, haben wir begriffen, dass wir ihren ältesten Sohn nicht finden würden. Das Schlimmste war, als wir ihn an seiner Kleidung erkannten.“

In den Krankenhäusern in Beslan und Umgebung wurden rund 430 Verletzte behandelt, mehr als die Hälfte davon waren Kinder. Die Behörden rechneten damit, dass die Zahl der Toten noch steigen wird. „Drei weitere Leichen sind heute Nacht vom Kinderkrankenhaus zu uns gebracht worden“, sagte eine Mitarbeiterin des Leichenschauhauses in Wladikawkas. Damit stieg die offizielle Zahl der Toten auf 333, darunter 155 Kinder. Die Geiselnehmer hatten am Mittwoch, dem ersten Schultag nach den Ferien, rund 1000 Kinder, Eltern und Lehrer in ihre Gewalt gebracht, um die Freilassung tschetschenischer Rebellen zu erpressen.

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