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12.12.2006 

Der israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu nach seiner Freilassung 2004. Foto: apLupe

Der israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu nach seiner Freilassung 2004. Foto: ap

Israel hatte Ende der 50-er Jahre in der Negev-Wüste in der Nähe der Stadt Dimona eine Nuklearforschungsanlage aufgebaut, zu der ein mit französischer Hilfe errichteter Kernreaktor gehört. Offiziell sollte der Meiler als Energiequelle unter anderem für eine Meerwasserentsalzungsanlage dienen. Experten kamen jedoch zu dem Schluss, dass der Reaktor waffenfähiges Plutonium erzeugen sollte. Wahrscheinlich hat Israel seit Ende der 60-er Jahre Atomwaffen einsatzbereit.

Ins Licht der Öffentlichkeit kam das israelische Nuklearprogramm 1986: Der Nukleartechniker Vanunu, der neun Jahre lang in Dimona gearbeitet hatte und dort ein Jahr zuvor entlassen worden war, hatte während seiner Arbeit Fotos gemacht und seine Informationen der britischen Sunday Times angeboten, die darüber auch berichtete. Experten identifizierten die Aufnahmen später als echt; Vanunu hatte einen Teil der Anlage abgelichtet, in dem Nuklearminen zusammengebaut wurden.

Vanunu wurde von Israel in Rom entführt, damit er nicht weiter plaudern konnte, und zu 18 Jahren Haft verurteilt. Seit 2004 ist er wieder frei.

Um die Jahrtausendwende kam noch einmal eine Diskussion um das nukleare Arsenal Israels auf: Deutsche Werften lieferten drei hochmoderne U-Boote an die Marine des Landes, deren Torpedorohre atomar bestückbare Marschflugkörper abfeuern können. Ob Israel die U-Boote tatsächlich mit solchen Waffen ausgerüstet hat, ist offen. Zudem wird vermutet, dass Israel seine Jericho-Kurz- und Mittelstreckenraketen mit Nuklearsprengköpfen bestücken kann und Kampfjets für den Abschuss von Atombomben ausgerüstet sind.

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