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11.04.2008 
Fackellauf

Olympisches Feuer in Argentinien eingetroffen

Das seit dem Start des Fackellaufs vor knapp drei Wochen von Protesten begleitete Olympische Feuer ist am Donnerstag in Buenos Aires eingetroffen. Nun rüstet sich die Stadt für den Lauf auf der 13 Kilometer langen Strecke.

Auf dem Flughafen von Buenos Aires wird das Olympische Feuer von Sicherheitskräften abgeschirmt. Foto: ReutersLupe

Auf dem Flughafen von Buenos Aires wird das Olympische Feuer von Sicherheitskräften abgeschirmt. Foto: Reuters

HB BUENOS AIRES. Die argentinische Hauptstadt ist die siebte Station auf der weltweiten Tour der Flamme vor den Olympischen Spielen im Sommer in Peking. Auch in Buenos Aires stellten sich die Behörden auf Demonstrationen gegen die Tibet-Politik der chinesischen Regierung ein. Mehrere tausend Sicherheitskräfte sollten am Freitag für einen störungsfreien Fackellauf sorgen. In San Francisco hatten die Behörden am Mittwoch aus Furcht vor gewaltsamen Ausschreitungen durch eine kurzfristig geänderte Laufstrecke Demonstranten von den Fackelträgern ferngehalten. Auch die Abschlussfeier wurde abgesagt.

Angesichts der weltweiten Proteste hat das Internationale Olympische Komitee schärfere Töne gegenüber der chinesischen Regierung angeschlagen. IOC-Präsident Jacques Rogge gestand am Donnerstag in Peking erstmals „eine Krise“ ein und mahnte Peking, die moralischen Verpflichtungen in der Menschenrechtsfrage und die Pressefreiheit einzuhalten. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums wies die Äußerungen Rogges umgehend zurück.

Rogge betonte, bei seiner Bewerbung habe China versprochen, dass die Ausrichtung der Spiele die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Menschenrechte voranbringen würde. „Für mich sind das moralische Verpflichtungen, und wir bitten China, dieses Versprechen einzuhalten.“

Die Maschine mit dem Olympischen Feuer landete am Donnerstag auf einem für die Öffentlichkeit gesperrten Teil des Flughafens von Buenos Aires. Starke Polizeikräfte riegelten auch die umliegenden Bereiche ab. Anschließend wurde das Feuer an einen geheimen Ort gebracht, wo es bis zum Lauf durch die Stadt aufbewahrt werden sollte. Zu Protesten kam es zunächst nicht.

Die 13 Kilometer lange Strecke durch Buenos Aires sollte am Freitag vom Hafen am Präsidentenpalast Casa Rosada vorbei in Richtung wohlhabender Stadtteile gehen. Die Behörden mobilisierten 2700 Polizisten und 3000 weitere Helfer, um Störungen zu verhindern. Ob auch Fußball-Altstar Diego Maradona an dem Lauf teilnehmen würde, war zunächst unbekannt. Insgesamt 80 Läufer sollten die Fackel jeweils knapp 400 Meter weit tragen.

Buenos Aires ist die siebte von weltweit 21 geplanten Stationen des Fackellaufes. Nie zuvor war das olympische Feuer am Rio de la Plata, und die Hauptstadt des Tango ist zugleich der einzige Ort in der spanischsprachigen Welt, durch die der Fackellauf gehen soll. „Es wird alles gut organisiert, und wir sind überzeugt, dass dies ein Grund der Freude und des Stolzes sein wird“, sagte Bürgermeister Mauricio Macri.

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