OPEC
Streit um strategische Ölreserven

Die angekündigte Freigabe strategischer Reserven erbost die OPEC. Sie fordern die Pläne zu stoppen – und zwar sofort.
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Wien Die Opec hat die Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Freigabe strategischer Ölreserven kritisiert. Es gebe keinen Bedarf für zusätzliches Öl, sagte Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri am Montag auf einer Pressekonferenz in Wien nach Gesprächen mit der EU. „Ich hoffe, diese Praxis wird gestoppt - und zwar sofort.“ Die Opec könne keinen triftigen Grund für die Pläne der IEA erkennen und hoffe, die Agentur werde darauf auch nicht mehr zurückgreifen. Die IEA hatte am Donnerstag angekündigt, im Kampf gegen hohe Ölpreise bis zu 60 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven auf den Markt zu bringen. Ein Barrel der US-Sorte WTI verbilligte sich daraufhin um mehr als fünf Dollar und kostete damit erstmals seit Februar wieder weniger als 90 Dollar. Die in der Opec zusammengeschlossenen Förderländer hatten sich wenige Tage vor dem IEA-Entscheid überraschend nicht auf eine Erhöhung der Fördermenge einigen können. Saudi-Arabien hatte aber zugesagt, im Alleingang mehr Öl zur Verfügung zu stellen.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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