Opposition errang in allen sieben Wahlkreisen die Mehrheit
Schlappe für Berlusconi bei Nachwahlen

Das Mitte-Rechts-Lager des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat bei Parlamentsnachwahlen eine empfindliche Niederlage erlitten.

HB ROM. Das oppositionelle Mitte- Links-Bündnis errang in allen sieben Wahlkreisen die Mehrheit. Zuvor stellte die Linke nur in vier Kreisen die Parlamentsabgeordneten. Berlusconi habe sich vor Vertrauten besorgt über mangelnder Einheit in der Regierung geäußert, berichtete die Zeitung „Corriere della Sera“ am Dienstag. In der Koalitionspartei Nationale Allianz werde eine Kabinettsumbildung nicht mehr ausgeschlossen, meint das Blatt weiter.

Das Mitte-Links-Bündnis Ulivo (Olivenbaum), das vom scheidenden EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi geführt wird, wertet das Ergebnis als ersten Schritt für einen Sieg bei den Parlamentswahlen 2006. Als Überraschung gilt, dass auch die Koalitionspartei Liga Nord des schwer kranken Vorsitzenden Umberto Bossi in Mailand verlor. Dagegen meinen Regierungspolitiker, die Resultate hätten allein wegen der geringen Wahlbeteiligung keine nationale Bedeutung. Bei der Abstimmung in Wahlkreisen in Mailand, Ligurien, der Toskana und bei Neapel gingen lediglich 40 Prozent der über 700 000 Stimmberechtigten an die Urne. Berlusconi verfügt aber nach wie vor über eine klare Mehrheit in beiden Parlamentskammern.

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