Opposition im Iran
Stille Proteste treffen auf Gewalt und Tod

Zum Jahrestag der umstrittenen Präsidentenwahl im Iran hatte die Opposition zu stillen Protesten aufgerufen. Dabei soll es zu Gewalt und Festnahmen gekommen sein. Unterdessen starb ein inhaftierter Dissident.
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Teheran/BerlinIranische Sicherheitskräfte sind nach Darstellung von Oppositionellen in der Hauptstadt Teheran mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. Dabei seien auch Elektro-Schocker eingesetzt worden, berichtete die Internet-Seite Sahamnews am Sonntag. Der Seite Kaleme zufolge wurden Hunderte Demonstranten festgenommen.

Oppositionelle Internetseiten hatten zum Jahrestag der umstrittenen Präsidentenwahl 2009 zu stillen Protesten aufgerufen. Laut Oppositions-Websites folgte eine große Menge dem Appell. Gleichzeitig seien zahlreiche Polizisten und Sicherheitskräfte aufmarschiert. Augenzeugen berichteten, Angehörige der berüchtigten Basidsch-Milizen seien mit Stöcken bewaffnet gewesen.

Die Opposition wirft der Regierung vor, die Wahl gefälscht zu haben, um den Sieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sicherzustellen. Die Regierung hat die Wahl dagegen als die beste seit der Revolution von 1979 bezeichnet. Die beiden Gegenkandidaten Ahmadinedschads stehen seit Februar dieses Jahres unter Hausarrest.

Unterdessen starb ein seit der Wiederwahl Ahmadinedschads inhaftierter Dissident nach einem Hungerstreik. Der Journalist Resa Hoda Saber habe einen Herzinfarkt erlitten, berichtete die iranische Agentur ISNA.

Der 54-Jährige hatte seinen Hungerstreik vor zehn Tagen im Evin-Gefängis von Teheran begonnen, um gegen den ungeklärten Tod der Dissidentin Haleh Sahabi zu protestieren. Sie war Anfang Juni bei der Beerdigung ihres Vaters, des Oppositionellen Esatollah Sahabi, ums Leben gekommen. In Oppositionskreisen hieß es nach einem Bericht der britischen BBC, sie sei von Polizisten geschlagen worden.

Esatollah Sahabi war im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Er war in den 1970er Jahren ein Mitbegründer der liberalen Freiheitsbewegung FMI. Mehrfach wurde er inhaftiert, insgesamt verbrachte Sahabi 15 Jahre hinter Gittern.

Ahmadinedschad hatte sich bei den Wahlen am 12. Juni 2009 nach offiziellen Angaben klar gegen den gemäßigten Kandidaten Mir Hussein Mussawi durchgesetzt. Die Opposition sprach dagegen von Wahlfälschung.

Bei den monatelangen Protesten, die von den Sicherheitskräften niedergeknüppelt wurden, starben zwischen 30 und 80 Menschen. Tausende Demonstranten wurden festgenommen. Die Gerichte verurteilten über 100 Oppositionsanhänger zu langjährigen Gefängnisstrafen, zudem wurden acht Dissidenten zum Tod verurteilt. Mussawi steht seit Februar unter strengem Hausarrest.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Eure Quellen sind also Websites der "Opposition" - als ob es keine Besseren gäbe.....

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