Opposition organisiert Widerstand
Schweden passt Ostsee-Pipeline nicht

Neuer Widerstand gegen die Ostsee-Pipeline: Die oppositionellen schwedischen Sozialdemokraten wollen ein grundsätzliches Nein ihres Landes zur geplanten russisch-deutschen Gasleitung erzwingen.

HB STOCKHOLM. Wie Parteichefin Mona Sahlin in Stockholm im Rundfunk ankündigte, wird sie mit der Linkspartei und den Grünen versuchen, eine bisher vom konservativen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt nicht geplante Entscheidung gegen die Baupläne im Reichstag zu erzwingen. Sahlin verwies auf eine „unklare Mehrheitslage“, weil auch Abgeordnete aus dem Regierungslager scharfe Kritiker der Gasleitung seien.

Die bisher von Umweltminister Anders Carlgren verlangten Änderungen des Verlaufs der Leitung näher an die Küste der baltischen Länder nannte Sahlin „feige und ausweichend“. Schweden müsse den Bau der Leitung durch die Ostsee ebenso wie Polen und die baltischen Länder grundsätzlich ablehnen. Vom russisch-deutschen Betreiberunternehmen Nord Stream müsse Schweden alternative Pläne für einen Bau an Land verlangen. Ausschlaggebend seien neben Umweltgesichtspunkten auch „Probleme für die Fischerei und nicht zuletzt sicherheitspolitische Aspekte“.

Die Rohrleitung ist über eine Strecke von 1200 Kilometern zwischen dem russischen Wyborg und Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern geplant und soll 2010 fertig sein. Neben Schweden hat auch Finnland Änderungen der geplanten Leitungsführung verlangt.

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