Opposition sieht "massive Wahlfälschung"
Simbabwe-Wahl: Mugabe noch mächtiger

HB BERLIN. Bei der Parlamentswahl in der südafrikanischen Republik Simbabwe hat die Partei von Staats- und Regierungschef Robert Mugabe nach offiziellen Angaben die für Verfassungsänderungen notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit errungen.

Nach einem in Harare veröffentlichten Zwischenergebnis gehen mindestens 71 von 120 per Wahl zu besetzende Parlamentssitze an Mugabes Partei ZANU-PF. 39 Sitze entfallen nach den bislang ausgezählten Stimmen auf die Oppositionspartei MDC, die Mugabe bereits Wahlfälschung vorgeworfen hat. Weitere 30 Mitglieder des insgesamt 150 Sitze umfassenden Parlaments darf der seit 1980 regierende Präsident selbst bestimmen.

Oppositionsführer Morgan Tsvangirai kündigte noch während der Auszählung Protestaktionen wegen betrügerischer Machenschaften an. Es habe «massive Wahlfälschung» gegeben, sagte Tsvangirai.

Während die 55 Beobachter der Entwicklungs-Gemeinschaft Südliches Afrika (SADC) von einer professionellen und transparenten Wahl sprachen, teilte der britische Außenminister Jack Straw die Einsschätzung der Opposition. Wie Tsvangirai kritisierte er «schwerwiegende Unregelmäßigkeiten» bei dem Urnengang. Zwar habe es weniger gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben als bei den Wahlen in den Jahren 2000 und 2002, Wähler wurden jedoch wieder unter Druck gesetzt.

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