Orban macht die Läden dicht
Geschäfte in Ungarn sollen Sonntags geschlossen bleiben

Das ungarische Wort für Sonntag heißt übersetzt Markttag – die Ungarn erledigen ihre Einkäufe gerne Sonntags. Ein neues Ladenschlussgesetz macht damit nächstes Jahr Schluss – zumindest für große, ausländische Ketten.
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BudapestSeit Jahrhunderten erledigen die Ungarn ihre Einkäufe gerne am Sonntag. Das ungarische Wort für Sonntag - „vasarnap“ - heißt wörtlich übersetzt „Markttag“. Doch damit ist es ab 15. März nächsten Jahres weitgehend vorbei. Mit den Stimmen der Fidesz-Partei des rechts-konservativen Regierungschefs Viktor Orban beschloss das Parlament am Dienstag ein Ladenschluss-Gesetz, welches das Öffnen der Geschäfte am Sonntag verbietet.

Orban begründete das Gesetz damit, dass „niemand dazu gezwungen werden soll, am Sonntag zu arbeiten“. Doch die neue Regelung sieht zahlreiche Ausnahmen vor, insbesondere für kleinere Geschäfte. Leidtragende sind die großen Einkaufszentren, die nach der demokratischen Wende vor 25 Jahren errichtet wurden und vor allem an Sonntagen gute Umsätze machen.

Orban sind die Einkaufszentren, die zu ausländischen Ketten wie der deutschen Lidl-Gruppe gehören, ein Dorn im Auge. Sie werden schon bisher mit extra auf sie zugeschnittenen Sondersteuern und -gebühren belastet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Werter Herr Berger, alles weitgehend korrekt, allerdings wage ich zu bezweifeln, dass die Ungarn und/oder FIDESZ Russland-freundlich sind. Hier wird Geschichte nicht so schnell vergessen wie in Deutschland.

    Niemand braucht geöffnete Geschäfte am Sonntag. Und wenn dann sollte das den "Kleinen" dienen, und deren Bestehen sichern helfen. Tesco, Auchan, etc - vor allem aber auch LIDL und Co. gehören am Sonntag geschlossen.

  • In Deutschland :
    "Sonn- und Feiertage sind als "Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt. (AZ: 1 BvR 2857/07 u.a.).
    Warum soll in Ungarn etwas anderes gelten, zumal christliche Werte von der FIDESZ-Partei betont werden.
    Aber sonst : Viktor Orban ist schon ein Problem für die EU.
    Da wird der IWF nach Hause geschickt. Die Wachstumszahlen stimmen. Orban möchte den russischen Export-Markt für Ungarn erhalten, favorisierte die SOUTH-STREAM-Pipeline und verbot den Einsatz von GEN-verändertem Saatgut in Ungarn. (GEN-Felder wurden abgefackelt) Banken, Handelsketten und die Telekom werden zur Kasse gebeten. Alles Massnahmem, die des Teufels sind.
    In der Tat ein Politiker, der demnächst in der Versenkung verschwinden sollte und daran wird auch von der EU/USA sowie den vielen NGOs kräftig gearbeitet. Von den US-amerikanischen Menschenrechtsfreunden wurde bereits Korruption in Ungarn entdeckt und Einreiseverbote verhängt.
    Fazit : Die Gesichter in der ungarischen Politik müssen sich dringend ändern. Allerdings gibt es ein Problem : Die Wähler wählen mehrheitlich FIDESZ --- aber das ist nach dem neuen Demokratieverständnis kein Problem. Russlandfreundliche Parteien wurden in der Ukraine und Moldawien bei Wahlen verboten.
    Warum nicht auch in Ungarn !!???

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