Organisation hat 30 Millionen Mitglieder
Indonesische Muslime rufen zu Spenden für Hisbollah auf

Eine der wichtigsten Muslimorganisationen in Indonesien hat ihre Anhänger zu Spenden aufgerufen, um Waffenkäufe der radikalislamischen Gruppen Hisbollah und Hamas im Nahen Osten zu finanzieren. Unterdessen gehen die Kämpfe im Südlibanon weiter. Radikalislamische Gruppen in Indonesien haben angekündigt, Kämpfer in den Nahen Osten entsenden zu wollen.

HB JAKARTA. „Wir sollten mehr Geld spenden, um den Kämpfern von Hisbollah und Hamas zu helfen, Waffen zu kaufen“, wird der Vorsitzende der rund 30 Millionen Mitglieder zählenden Organisation Muhammadiyah, Din Syamsuddin, am Freitag in der Zeitung „Jakarta Post“ zitiert. Es sei bereits Geld an die palästinensische Vertretung in Jakarta geflossen, damit die Hamas Waffen erwerben kann.

In dem nach der Bevölkerungszahl größten muslimischen Land der Welt kommt es seit Beginn des jüngsten Nahost-Konflikts immer wieder zu Demonstrationen gegen Israel und die USA. Die Vereinigten Staaten hatten in der Vergangenheit das Eintreten der Muhammadiyah für einen gemäßigten Islam gelobt. Radikalislamische Gruppen in Indonesien haben angekündigt, Kämpfer in den Nahen Osten entsenden zu wollen.

Unterdessen gehen die Kämpfe im Südlibanon weiter. Dort sind in der Nacht zum Freitag ein israelischer Soldat getötet und neun weitere verwundet worden. Das gab das israelische Militär bekannt. Der Soldat sei bei einem Angriff der radikal-islamischen Hisbollah mit Panzerabwehrraketen in der Ortschaft Lubana getötet worden.

Damit kamen seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen am 12. Juli 124 Israelis ums Leben, davon 84 Soldaten. Bei den übrigen Opfern handelt es sich um Zivilisten, die bei Raketenangriffen der Hisbollah auf den Norden Israels getötet wurden.

Die israelische Luftwaffe hat am frühen Freitag neue Angriffe auf Ziele im Libanon geflogen. Bei einem Treffer auf eine Brücke nahe der nördlichen Ortschaft Akkar seien fünf Menschen getötet worden, hatte die libanesische Polizei mitgeteilt. In Beirut waren mindestens zehn schwere Explosionen zu hören. Über den südlichen Vororten stieg Rauch auf. Weitere Ziele seien die Straße nach Arida an der nördlichen Grenze zu Syrien gewesen sowie die Ortschaft Masnaa an der östlichen Landesgrenze.

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