Organisation von Wahlen
Fattu als Interimspräsident vereidigt

Der palästinensische Parlamentspräsident Rauhi Fattu ist am Donnerstagmorgen nach dem Tod von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat als Übergangspräsident vereidigt worden.

HB RAMALLAH. Auf einer Sondersitzung des Parlaments in Ramallah wurde die Zeremonie wenige Stunden nach Bekanntwerden der Nachricht vom Ableben Arafats vollzogen. Die vorläufige Nachfolge ist in der Verfassung geregelt. Auf Fattuh kommt als Hauptaufgabe zu, Wahlen in den Palästinenser-Gebieten binnen 60 Tagen zu organisieren.

Zuvor war bereits Arafats langjähriger Kampfgefährte Faruk Kaddumi zum Chef der Fatah-Bewegung nominiert worden, wie am Donnerstag aus Palästinenser-Kreisen verlautete. Kaddumi hatte die letzten Friedensvereinbarungen mit Israel abgelehnt und gilt als wenig kompromissbereit.

Die Fatah ist die größte und einflussreichste Gruppe innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), an deren Spitze kurz zuvor der frühere Ministerpräsident Mahmud Abbas gewählt worden war. Dieser befürwortet im Prinzip eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Israel.

Israels Regierung hat nach dem Tod Arafats eine prinzipielle Bereitschaft zur Wiederaufnahme des seit langem unterbrochenen Friedensdialogs mit den Palästinensern erklärt. Voraussetzung sei allerdings, dass die Palästinenser eine Führung wählten, die sich auf eine entschiedene Bekämpfung des Terrorismus' verpflichte und der Gewalt eine Absage erteile.

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