So wie Christos Papazafeiropoulos. Hochqualifiziert, hochmotiviert – und doch kurz davor, sein Internet-Start-up wieder einstellen zu müssen. Sein Griechenland muss mutiger werden. Mutiger, in die Zukunft zu investieren, auch wenn sie ungewiss ist. Der 27-Jährige hat in Schweden studiert, dort beim Telekomkonzern Ericsson gearbeitet – und ist zurückgekehrt. Mit drei Freunden gründete er im Herbst 2010 in Athen „iMellon“; sie entwickeln Apps, Programme für Mobiltelefone.

Was ihnen fehlt, sind Investoren genauso wie Kunden. Die einen scheuen das Risiko, die anderen haben kein Geld. Für zwei kleinere Firmen programmieren die Jungunternehmer zurzeit. Für ihre Hauptidee eines mobilen Stadtführers durch Athen aber finden sie keinen Finanzier. 3000 Nutzer hat die App bislang, aber solange sie kostenlos ist, verdienen die Freunde kein Geld damit. „Wir stecken immer noch unser eigenes Geld in das Start-up“, sagt Papazafeiropoulos. „Wir kämpfen ums Überleben.“
Alle zwei Monate treffen er und seine Freunde sich zur Krisensitzung, wie die Großen der Politik, und fragen sich, wie es weitergehen kann. Aufgeben wollen sie nicht. Aber dafür muss sich bald etwas tun. Die beste Idee, sagt er, bringt nichts, wenn das unternehmerische Umfeld nicht stimmt. „Bis heute weiß ich nicht, wie viel Steuern wir noch für das Start-up zahlen müssen.“
63000 neue Unternehmen gab es 2010 in Griechenland, aber es gingen auch 56 000 pleite. Zum Vergleich: In Deutschland gab es gut 400000 Unternehmensgründungen und gut 30000 Insolvenzen. Es ist eine kleine Gründerszene, die sich in Griechenland im „Colab workspace“ versammelt hat, einem unscheinbaren Bürogebäude nahe des Syntagma-Platzes. Dort, wo die Proteste der Griechen ihren Anfang nahmen, dort versammeln sich die jungen Kreativen. Sie teilen sich die Kosten für Büromaterial, Telefon und den Schreibtisch – und arbeiten gleichzeitig an einem gemeinsamen Netzwerk. Doch Papazafeiropoulos zweifelt immer mehr an seiner Chance auf Erfolg. Sein Pessimismus droht eine ganze Generation zu erfassen.
ENGAGEMENT

Betr. Zeus
Also - ich glaube inzwischen, dass die Redaktion diesen Zeus erfunden hat, um die Klickquote zu erhöhen...
So einfältig kann doch ein echter Mensch gar nicht sein. Trotzdem: herzlichen Glückwunsch, Redaktion! Gute Idee!

Auch wenn der Dokumentarfilm anstrengend ist, zeigt er doch, wie verbrecherisch dieses illegitime Schuldensystem aufgebaut ist.
Der einzige Ausweg ist die Aufklärung der Völker über die Illigitimität der handelnden Regierungen Europas!
Sehr guter Film.
Danke für den Link

Der Artikel ist etwas langatmig so viel Zeit habe ich nicht. Wenn GR aus dem Euro austräte, müsse man sich um das Wachstum keine Gedanken mehr machen. GR würde boomen.
Die langatmigkeit zeigt nur wie schwierig es ist Hoffnung herbeizuschreiben. Die Scheere zwischen uns und GR wird jede einzelne Stunde größer.
Mit jeder Stunde, die GR auf der Euro-Austritt verzichtet, werden sie nur tiefer in den Abgrund rutschen.
Es ist ja gerade das Ziel des Euros die PIIGS mittels Export auszubeuten, bis ihr Blut kommt. Und jetzt kommt Blut.
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