Osterwache ohne Papst
Papst erteilt kaum vernehmbar in Rom Ostersegen «Urbi et orbi»

Zehntausende Menschen haben auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse gefeiert. Der schwer kranke Papst erteilte ihnen den Segen «Urbi et orbi».

HB BERLIN. Papst Johannes Paul II. hat am Ostersonntag den Segen «Urbi et Orbi» erteilt. Allerdings waren die Worte des schwer kranken Kirchenführers rund einen Monat nach seinem Luftröhrenschnitt so gut wie nicht zu vernehmen.

Der Auftritt bei der Ostermesse war der erste öffentliche seit einer Woche. Bis zuletzt war unsicher, ob der Papst den traditionellen Segen selbst sprechen könnte. Johannes Paul zeigte sich wenige Minuten vor Ende der Messe am Fenster seines Zimmers. Er hatte Schwierigkeiten, seinen Kopf aufrecht zu halten und hustete mehrmals.

Bei der Ostermesse selbst war der Papst zum ersten Mal in seiner Amtszeit nicht persönlich dabei. Er verfolgte den Gottesdienst in seinen Räumen auf dem Bildschirm. Zelebriert wurde die Messe von Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano.

Bei der Osterwache in der Nacht zum Sonntag hatte sich Johannes Paul II. von dem deutschen Kardinal Joseph Ratzinger vertreten lassen. Ratzinger verlas eine Botschaft das Papstes, in der dieser versicherte, er verfolge die Messe in seiner Wohnung am Fernseher. Anders als am Karfreitag wurden aber keine Videoaufnahmen des Papstes übertragen. Die Ausstrahlung am Freitag hatte in der Öffentlichkeit große Besorgnis erregt, weil er nur von hinten gezeigt wurde.

Persönlich hatte sich der Papst zuletzt am Palmsonntag der Öffentlichkeit gezeigt, als er für kurze Zeit am Fenster erschien und den Gläubigen auf dem Petersplatz mit einem Palmzweig zuwinkte.

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