Ostukraine

Konfliktparteien ziehen schwere Waffen ab

Der Abzug schwerer Waffen auf beiden Seiten der Front kommt jetzt offenbar doch voran - allerdings wohl nicht so akkurat, wie vom Minsker Abkommen vorgeschrieben. Der Streit um Gaslieferungen geht derweil weiter.
Kommentieren
Unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich hatten die Ukraine und Russland in Minsk eine Waffenruhe ab 15. Februar vereinbart, Quelle: ap
Krise in der Ukraine

Unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich hatten die Ukraine und Russland in Minsk eine Waffenruhe ab 15. Februar vereinbart,

(Foto: ap)

NowoamwrosiiwskeUkrainische Truppen und prorussische Separatisten haben im Einklang mit dem Minsker Waffenstillstandsabkommen einige schwere Waffen von der Front in der Ostukraine zurückgezogen. Allerdings warf die ukrainische Seite den Rebellen am Freitag vor, damit hinter den Anforderungen zurückzubleiben. Die Ukraine versuchte unterdessen, mit einer Millionenzahlung einen möglichen Stopp russischer Gaslieferungen an das Land abzuwenden.

Kämpfer der Separatisten bewegten wie von dem Minsker Friedensabkommen gefordert Raketenwerfer rund 70 Kilometer von der Frontlinie zurück. Journalisten der Nachrichtenagentur AP folgten am Morgen vier Lastwagen, die derartige Waffen von der Rebellenhochburg Donezk in eine Zementfabrik im Dorf Nowoamwrosiiwske nahe der Grenze zu Russland brachten.

AP-Reporter beobachteten zudem, wie ukrainische Truppen 100-Millimeter-Panzerabwehrgeschütze von der Front nahe der Stadt Artemiwsk bewegten. Wie weit Waffen von den Frontlinien zurückzogen werden müssen, variiert je nach Kraft und Reichweite. Ziel des Rückzugs ist die Einrichtung einer Pufferzone zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen.

Der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko warf den Rebellen am Freitag vor, nicht alle Waffen abzuziehen. Sie „ziehen ihre Ausrüstung nur teilweise zurück und über eine Distanz, die innerhalb von 30 Minuten zurückgelegt werden kann“, sagte er. Er erklärte zudem, die Separatisten hätten eine Kolonne mit Militärausrüstung, darunter Grad-Raketenwerfer, von Donezk in eine Gegend nahe der von der Regierung kontrollierten Hafenstadt Mariupol bewegt. Beweise dafür lieferte Lyssenko nicht. Es wird befürchtete, dass die Rebellen diese strategisch wichtige Hafenstadt als nächstes erobern wollen.

Der Streit ums Gas
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Ostukraine: Konfliktparteien ziehen schwere Waffen ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%