Ostukraine
Prorussische Rebellen fliehen aus Slawjansk

Die ukrainische Armee macht offenbar Boden gut: Die Rebellen fliehen aus ihrer Hochburg Slawjansk, bald soll die ukrainische Flagge über dem Rathaus wehen. Der Präsident schließt eine neue einseitige Waffenruhe aus.
  • 0

KiewDas ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben die Rebellenhochburg Slawjansk zurückerobert. Präsident Petro Poroschenko sagte am Samstag, er habe den Soldaten befohlen, die ukrainische Flagge in der Stadt zu hissen. Diese sei nach nächtlichen Gefechten unter Kontrolle der Regierung. Die Rebellen bestätigten ihren Abzug.

Andrej Purgin von der abtrünnigen Volksrepublik Donezk sagte der Nachrichtenagentur AP, die Rebellen seien dabei, Slawjansk zu räumen. Die Angriffe der ukrainischen Armee hätten von der Stadt nur noch Ruinen übrig gelassen. Ein Rebellenkommandeur mit dem Kampfnamen Pinochet sagte der AP, die Kämpfer hätten sich in die nahe Stadt Kramatorsk zurückgezogen.

Poroschenko hat eine erneute einseitige Waffenruhe im Kampf gegen prorussische Separatisten ausgeschlossen. Einen Dialog könne es nur geben, wenn alle Konfliktparteien gleichermaßen die Bedingungen dafür einhalten würden, sagte Poroschenko nach Beratungen mit den Fraktionsvorsitzenden des ukrainischen Parlaments in Kiew.

Eine Feuerpause ist Teil von Gesprächen, die die Führung in Kiew und die Aufständischen anstreben. Es war aber unklar, ob ein für diesen Samstag geplantes Treffen unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zustande kommt.

Bei erneuten Gefechten in der krisengeschüttelten Ostukraine wurden der Armee zufolge sieben Soldaten getötet und sechs verwundet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ostukraine: Prorussische Rebellen fliehen aus Slawjansk"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%