Ostukraine
Störsender behindern OSZE-Mission

Noch immer fehlen klare Lagebilder aus den Konfliktgebieten Ostukraine. OSZE-Beobachter versuchen mit Drohnen die Lage zu erfassen, doch Störsender und der Abschuss der Geräte behindern ihre Arbeit.

DüsseldorfDie OSZE-Beobachter in der Ostukraine werden einem Zeitungsbericht zufolge von Regierungstruppen und Rebellen gezielt daran gehindert, klare Lagebilder aus den Konfliktgebieten zu erstellen. Die von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eingesetzten Drohnen seien „regelmäßig elektronischen Störsendern wie auch vereinzelt direktem Beschuss über dem Gebiet der Separatisten ausgesetzt“, berichtete die „Rheinische Post“ am Samstag unter Berufung auf eine Zwischenbilanz der Bundesregierung zu der OSZE-Mission. Über dem von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet sei es vereinzelt ebenfalls zu „funkelektronischen Angriffen“ gekommen.

Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken ebenfalls hervorgeht, haben beide Seiten zudem massiv aufgerüstet. Die Regierungstruppen seien innerhalb eines Jahres von 32.000 auf 73.000 Soldaten verstärkt worden und verfügten über 360 Kampfpanzer in der Region, hieß es laut „Rheinischer Post“ in dem Bericht.

Auf der anderen Seite stünden nach ukrainischen Angaben 33.000 prorussische Kämpfer sowie 9000 russische Soldaten mit 475 Kampfpanzern.

In dem Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen wurden seit April 2014 mehr als 8000 Menschen getötet. Die Umsetzung eines im Februar in Minsk vereinbarten Friedensplans geht nur schleppend voran. Eine Waffenruhe wird aber weitgehend eingehalten und auch schwere Waffen wurden zuletzt nach und nach aus dem Kampfgebiet abgezogen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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