OSZE
Erneut schwere Gefechte in Ostukraine

Die Ostukraine kommt trotz Vereinbarungen des Minsker Abkommens nicht zur Ruhe: Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa beobachtet verschärfte Gefechte. Auch Tote soll es gegeben haben.
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SchyrokyneDie Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beobachtet verschärfte Gefechte im Kriegsgebiet Ostukraine. Bei der Ortschaft Schyrokyne hätten sich ukrainisches Militär und prorussische Separatisten den schwersten Beschuss seit dem Beginn einer offiziellen Waffenruhe Mitte Februar geliefert, teilten die OSZE-Beobachter mit.

Das Granatfeuer bei der Ortschaft in der Nähe der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer habe zwölf Stunden gedauert, sagte ein Militärsprecher am Montag in Kiew. Er warf den Aufständischen Provokationen vor. In Donezk teilte Separatistenführer Eduard Bassurin mit, das Kampfgebiet bei Schyrokyne sei größer geworden.

Im gesamten Frontbereich im Donbass sei bei Beschuss innerhalb von 24 Stunden mindestens ein Soldat getötet worden, sagte Militärsprecher Alexander Motusjanik in Kiew. Die Separatisten berichteten zudem von einem Toten in den eigenen Reihen.

Die US-Regierung zeigte sich besorgt und sprach von klaren Verstößen gegen die Vereinbarungen des Minsker Abkommens. Die Lage in Schyrokyne verschlechtere sich, sagte Außenamtssprecher Jeff Rathke. „Russische und separatistische Streitkräfte haben weiterhin eine beträchtliche Zahl von Artilleriegeschützen und mehrere Raketenwerfer innerhalb von Gegenden, wo sie unter den Minsker Vereinbarungen verboten sind.“ Das russische Militär habe Luftabwehrsysteme in die Ostukraine und einige davon in Nähe der Front verlegt. Es handle sich um die größte Zahl solcher Luftabwehrsysteme in der Gegend seit August.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " OSZE: Erneut schwere Gefechte in Ostukraine"

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  • Zitat: "Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat letzten Montag ausdrücklich gesagt, die Russen wollten die Einheit der Ukraine und verlangten, dass die russische Volksgruppe Minderheitenrechte erhalten, die den internationalen Standards entsprechen. Doch die EU und die Ukraine erklären einfach das Gegenteil und behaupten, Russland sei ein dauerhafter Aggressor, dem Einhalt zu gebieten sei und dessen Völkerrechtsverletzungen man niemals anerkennen werde. Vom Schutz der Minderheiten ist nur die Rede, wenn die Russen beschuldigt werden, die Krim-Tataren schlecht zu behandeln." Und weiter: "die Ukraine hat nun weitere 1,8 Milliarden Euro erhalten – das fünfte Kredit-Paket...Es ist völlig unklar, warum die europäischen Steuergelder ohne jegliche Kontrolle in die Ukraine fließen. Selbst die EU-eigenen Behörden räumen ein, dass sie nicht wüssten, was mit dem Geld geschieht"... Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/28/unbeirrbar-auf-dem-falschen-weg-eu-pumpt-weitere-milliarden-in-die-ukraine/

  • Das war so klar wie Kloßbrühe, dass das so kommt!

    Diese selbsternannten Machthaber in der Ostukraine haben dies immer und immer wieder in die Mikrofone getönt!

    Jetzt bin ich gespannt, was die Friedenskanzlerin unternimmt! Sie steht ja für die Einhaltung des Minsker Abkommens.
    Putin zwar auch, aber dem geht es ja vor allem um den Landweg auf die Krim! Der grinst doch nur wenn er den Mund aufmacht und lacht sich ins Fäustchen!

    Wir wissen javon ihm, dass die kleinen grünen Männchen Menschen waren, die sich in den Läden Armeebekleidung gekauft haben........

    Ach doch nicht, ups das waren doch russische Soldaten! Aber was geht mich mein Geschwätz von gestern an, das ist doch Putins denke!

    Sehr schade, denn ein Europa mit Russland wäre auf jeden Fall für alle besser!!!

  • Herr Meisenkaiser,
    .........es wird Zeit, dass die USA nach Hause geschickt werden - raus aus Europa.
    Dann ist Frieden!

    ............Sie meinten wohl: "Russischen Frieden"?

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