OSZE: Waffenabzug in der Ostukraine macht Fortschritte

OSZE
Waffenabzug in der Ostukraine macht Fortschritte

Die Friedensprozess in der Ostukraine nimmt immer mehr Gestalt an. Die OSZE vermeldet den Abzug schwerer Waffen. Doch von einer stabilen Waffenruhe ist man noch weit entfernt. Die Lage bleibt brisant.
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Der im Minsker Abkommen vereinbarte Rückzug schwerer Waffen in der Ostukraine macht nach Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Fortschritte. „Zurzeit stellen wir fest, dass Waffen weg von der Frontlinie in Richtung der Abzugslinien bewegt werden“, sagte der Vize-Chef der OSZE-Beobachtergruppe in der Ukraine, Alexander Hug, am Montag dem Sender Phoenix. Es sei aber noch zu früh zu sagen, ob das Kriegsgerät wirklich abgezogen und nicht mehr zurückgebracht werde, fügte er hinzu. Um das feststellen zu können, seien Informationen nötig, wo die Waffen gelagert würden.

Hug sagte in einem Interview des Bayerischen Rundfunks, der Waffenstillstand zwischen Armee und prorussischen Separatisten halte auf weiten Strecken der fast 500 Kilometer langen Front relativ gut. „Jedoch ist der ganze Prozess auf dünnem Eis und wir hoffen, dass weitere Maßnahmen dieses Eis bestärken werden.“

An strategisch wichtigen Orten wie etwa östlich der Stadt Mariupol fänden weiter Kämpfe statt, ergänzte Hug. US-Außenminister John Kerry forderte vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, dass der Waffenstillstand überall respektiert werden müsse. Ansonsten müsse Russland mit weiteren Konsequenzen rechnen. Der Westen wirft Russland vor, die Rebellen zu unterstützen und hat bereits Sanktionen gegen das Land verhängt.

Das ukrainische Militär bestätigte, dass sich die vor zwei Wochen vereinbarte Waffenruhe festige. Die Angriffe der Separatisten seien am Wochenende deutlich zurückgegangen, sagte Armeesprecher Andrej Lisenko. Er warnte jedoch davor, dass die Rebellen die Feuerpause nützen könnten, um sich neu zu gruppieren. Separatisten-Kommandeur Eduard Bassurin hatte am Sonntag gesagt, die Rebellen hätten den Rückzug schwerer Waffen abgeschlossen und hätten keine Absicht, diese zurück zur Front zu bringen.

Kommentare zu " OSZE: Waffenabzug in der Ostukraine macht Fortschritte"

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  • >> Die OSZE vermeldet den Abzug schwerer Waffen. >>

    Hier lügt die OSZE wie gedruckt !

    Die Aufständischen sind mit dem Waffenabzug bereits fertig, die ukrainische Armee ist aber in einer Zwickmühle :

    nach teilweise abgezogenen Waffen der Ukrainischen Armee verweigern aber die Freischärler der Junta weiterhin den Abzug, zumal sie sich nicht dem Kommando der ukrainischen Armee unterstellt fühlen.

    Die OSZE weiß das aber, vermeldet aber kein Wort darüber.

    Die OSZE verkommt zunehmend zu einer Propagandaabteilung der Junta !

    Die Anfänge dafür waren schon bei dem Boeing-Abschuß zu sehen.



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