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Paketbombe: Ziel war die US-Ostküste

Die Bombe an Bord eines Frachtflugzeugs, die in London abgefangen wurde, sollte offenbar über der US-Ostküste detonieren. Der in einem Drucker versteckte Sprengsatz war so eingestellt, dass er sieben Stunden nach dem Start zündet. Das hat eine Untersuchung von Scotland Yard ergeben. Die USA dankten den Briten – und den Saudis für den entscheidenden Tipp.

In einem Drucker versteckter Sprengstoff. Quelle: DAPD
In einem Drucker versteckter Sprengstoff. Quelle: DAPD

HB LONDON. Die im vergangenen Monat von der britischen Polizei abgefangene Luftfrachtbombe wäre nach Erkenntnissen der Ermittler über der Ostküste der USA explodiert. Die Polizei erklärte am Mittwoch, die genaue Untersuchung des Sprengsatzes habe ergeben, das die ursprünglich aus dem Jemen abgeschickte Bombe über der Ostküste detoniert wäre.

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Die Sicherheitskräfte hatten einen Weiterflug der Maschine vom East Midlands Airport in letzter Minute verhindert. Die Fracht war vorher in Köln umgeladen worden. Ein weiterer Sprengsatz war in Dubai entdeckt worden. Wie es hieß, waren die Bomben zwischen einer Ladung Drucker versteckt worden. Zu dem versuchten Anschlag hatte sich die Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP) bekannt.

Nach Angaben der britischen Polizei war die Bombe so eingestellt, dass sie sieben Stunden nach dem Start der Frachtmaschine in London explodieren sollte. "Wenn der Sprengsatz aktiviert worden wäre, dann wäre es um 10.30 Uhr britischer Zeit am 29. Oktober gewesen", teilte Scotland Yard mit. "Wenn er nicht aus dem Flugzeug beseitigt worden wäre, hätte die Aktivierung über der Ostküste der USA erfolgen können".

Die Maschine mit der explosiven Fracht war laut Scotland Yard exakt um 2.13 Uhr britischer Zeit auf dem East Midland Airport nahe der britischen Stadt Nottingham gelandet. Um 4.20 Uhr startete das Flugzeug wieder in Richtung USA. Die Ermittler hatten den Sprengsatz zwischenzeitlich dank eines Tipps des saudischen Geheimdienstes identifiziert und aus der Fracht genommen. Um 7.40 Uhr sei er unschädlich gemacht worden.

Die USA lobten die „hoch professionelle“ Arbeit der britischen Polizei und den „Geist der Partnerschaft“ mit London. Ein ausdrückliches Lob aus dem Weißen Haus gab es zudem für die Geheimdienste Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Zusammenarbeit werde weitergehen, „um sich der Gefahr zu stellen, die von der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel ausgeht“, sagte Sprecher Nicholas Shapiro.

Erste Hinweise, wie knapp möglicherweise ein Anschlag in der Luft verhindert wurde, kamen bereits vor einer Woche aus Paris. Nach Angaben der französischen Regierung wurde die Bombe erst kurz vor der geplanten Detonation entschärft. Es habe sich um ein Zeitfenster von lediglich 17 Minuten gehandelt, sagte Innenminister Brice Hortefeux. Die USA wollten die Angaben des französischen Innenministers nicht bestätigen.

Die Entdeckung des Sprengsatzes und einer zweiten Bombe in Dubai war als neues Kapitel in der Geschichte des internationalen Terrorismus gewertet werden. Sie hatte erhebliche Verschärfungen bei den Kontrollen von Luftfracht in den USA nach sich gezogen. In der EU werden entsprechende Maßnahmen noch geprüft. Deutschland und viele andere westliche Länder hatten nach Entdeckung der beiden Paketbomben bereits Anfang November die Einfuhr von Luftfracht aus dem Jemen verboten.

  • 17.11.2010, 13:41 UhrAnonymer Benutzer: Wütender

    Wer glaubt den diesen selbstgemachten Schwachsinn ????

  • 10.11.2010, 21:51 UhrAnonymer Benutzer: Simon

    so, das Ding hat also ein Topterrorist gebaut, ja? Und wie schaffen die es dann, in Afghanistan und irak so viel "erfolgreicher" zu sein? immerhin stehen sie dort dem Militär gegenüber.

    Wenn etwas explodieren soll steckt man es ganz einfach zum Heroin dazu, das laufend in die US eingeflogen wird. Mission accomplished.

    ...wobei, erledigt ist die Mission doch:
    Die Leute haben Angst. Und wer Zweifel hat, ist ein Verräter :)

  • 10.11.2010, 21:50 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    "...dank eines Tipps des saudischen Geheimdienstes..."
    Wen halse ich mir auf, wenn ich das kommentiere? ich lasse es lieber...

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