Pakistan
Al-Kaida-Anführer gefasst

Pakistanische Sicherheitskräfte haben die mutmaßliche Nummer drei des Terrornetzwerks Al Kaida gefasst.

HB ISLAMABAD. Der pakistanische Informationsminister Sheikh Rashid Ahmad bestätigte die Festnahme Abu Faradsch al-Libys am Mittwoch. Al-Liby soll nach der Festnahme von Chalid Scheich Mohammed im März 2003 zum Militärchef von El Kaida aufgestiegen sein. Er wäre damit die Nummer drei des Netzwerks nach Osama bin Laden und Ayman Al-Sawahiri.

Al-Liby stammt aus Libyen. Er soll der Drahtzieher zweier gescheiterter Anschläge auf den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf gewesen sein und von Pakistan aus operiert haben. Musharraf hatte sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 im Krieg gegen den Terrorismus an die Seite der USA gestellt. Er ruft damit bis heute massive Kritik von muslimischen Extremisten hervor.

Al-Liby ist nach offizielen Angaben gemeinsam mit fünf weiteren El-Kaida-Mitgliedern am Wochenende im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan gefangen genommen worden. Pakistan hatte auf Libbis Kopf eine Belohnung in Höhe von umgerechnet 260 000 Euro ausgesetzt, die USA hatten ein Kopfgeld in Höhe von 5 Mill. Dollar geboten.

Die pakistanische Regierung erklärte, die Festnahme al-Libys habe die Geheimdienste des Landes auf die Fährte von Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden gesetzt. „Wir sind auf der richtigen Spur“, sagte Informationsminister Ahmad. Die Verhaftung al-Libys habe "wertvolle Informationen" gebracht. Bin Laden wandte sich seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 immer wieder in Video- oder Tonbotschaften an die Öffentlichkeit; von ihm fehlt aber jede Spur.

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