Pakistan
Anschläge fordern mehr als 27 Tote

Anschläge in Pakistan haben zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Die Urheberschaft der beiden folgenschwersten Attacken blieb zunächst offen, zu einer weiteren bekannten sich gleich zwei Gruppierungen.
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IslamabadBei der ersten Bombenexplosion in Quetta im Südwesten wurden nach Angaben der Polizei 13 Menschen getötet, darunter sieben Polizisten. Der Sprengsatz explodierte, als Polizisten ein Fahrzeug an einem Kontrollposten anhielten. Mindestens 19 Menschen wurden verletzt. Die Taliban-Gruppe Jamaat ur Ahrar erklärte danach, ihre Angriffe würden weitergehen, bis das Recht der Scharia in Pakistan umgesetzt sei. Auch die IS-Miliz reklamierte den Anschlag für sich. Die beiden Gruppen haben sich bereits mehrfach gemeinsam zu Anschlägen in Pakistan bekannt.

Nach der Explosion in Quetta verübten Unbekannte zwei Bombenanschlägen in Parachinar, bei denen mindestens 27 Menschen getötet und 120 verletzt wurden. Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes und mehrere hundert Kilometer von Quetta, der Hauptstadt der Provinz Baluchistan, entfernt. Die Sprengsätze seien auf einem gut besuchten Markt binnen drei Minuten gezündet worden, teilten die Behörden mit. Kurz vor dem Fastenbrechen während des Ramadans hätten sich viele Menschen auf dem Markt aufgehalten, um Lebensmittel einzukaufen. Zu dieser Tat bekannte sich zunächst niemand.

Quetta liegt rund 100 Kilometer von der Grenze zu Afghanistan entfernt. Seit Jahren wird die an Rohstoffen reiche Provinz Baluchistan von Unruhen geplagt. In der Region sind vor allem die Taliban, aber auch andere Extremisten wie der Islamische Staat (IS) aktiv. Zudem kämpfen separatistische Gruppen gegen Regierungstruppen.

Am Abend wurden zudem im Süden des Landes in der Millionenmetropole Karachi vier Polizisten erschossen. Sie hätten ein Mahl zum Ende des Fastenbrechens beobachtet, als die Schüsse fielen, berichtete ein Angehöriger der Sicherheitskräfte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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