Pakistan
Bundesregierung will Auslieferung von Islamisten

Mehrere Islamisten aus Deutschland halten sich derzeit in Afghanistan und Pakistan auf. Sie wollen sich auf den "Dschihad" vorbereiten. Die Bundesregierung will laut einem Medienbericht, dass Pakistan einige von ihnen, die dort verhaftet wurden, ausliefert.

HB HAMBURG. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, verhandelt die Bundesregierung mit der pakistanischen Regierung über die Überstellung einer Gruppe von sechs mutmaßlichen Islamisten und eines vierjährigen Mädchens. Die Gruppe sitzt demnach seit Monaten in pakistanischer Haft.

Sie wollte nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden in ein Lager der "Islamischen Bewegung Usbekistans" (IBU) reisen, die vom afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet aus Anschläge verübt. Bei einer Befragung durch einen Beamten der deutschen Botschaft gaben zwei der Männer an, sie hätten "in den Dschihad" ziehen wollen. Nach ihrer Festnahme seien sie von pakistanischen Polizisten geschlagen worden.

Die Bundesregierung möchte einem der Männer, einem Tunesier aus Nordrhein-Westfalen, die Wiedereinreise nach Deutschland verweigern, weil während seiner Abwesenheit die Aufenthaltsgenehmigung ausgelaufen ist.

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