Pakistan
Musharraf als Armeechef zurückgetreten

Nach neun Jahren an der Spitze der Streitkräfte der Atommacht Pakistan ist Präsident Pervez Musharraf vom Amt des Armeechefs zurückgetreten. Bei einer feierlichen Zeremonie im Armee- Hauptquartier in der Garnisonsstadt Rawalpindi übergab der 64-Jährige das Kommando an General Ashfaq Parvez Kayani.

HB RAWALPINDI Musharraf hatte seinen Vertrauten als Nachfolger ausgewählt und den 55-Jährigen am 2. Oktober zum stellvertretenden Oberbefehlshaber berufen. Zuvor hatte Kayani den berüchtigten militärischen Geheimdienst ISI geleitet.

An diesem Donnerstag will Musharraf sich als „ziviler Präsident“ für eine zweite Amtszeit vereidigen lassen. Sein Rücktritt vom Amt des Armeechefs erfolgte unter dem Druck des Westens und der Opposition. Musharraf hat sich bislang nicht dazu geäußert, wann er den am 3. November verhängten Ausnahmezustand aufheben will.

„Nach 46 Jahren verabschiede ich mich von der Armee“, sagte Musharraf in einer Ansprache vor den Soldaten. „Ich mag meine Uniform ausgezogen haben, aber mein Herz und meine Gedanken werden immer mit Euch sein.“ Die Armee sei „meine Liebe, mein Leben“. Musharraf nannte Kayani einen „exzellenten Soldaten“.

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