Pakistan
Musharraf droht bei Rückkehr Festnahme

Sobald er aus dem freiwilligen Exil zurückkehrt, droht ihm die Festnahme: Pakistans Ex-Militärmachthaber Pervez Musharraf plant offenbar trotzdem, an den Parlamentswahlen 2013 teilzunehmen.
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IslamabadDem früheren pakistanischen Militärmachthaber Pervez Musharraf droht bei seiner geplanten Heimkehr aus dem selbsterwählten Exil die sofortige Festnahme. „Niemand sollte daran zweifeln, dass Herr Musharraf von der Polizei festgenommen werden wird, sobald er in Pakistan landet“, sagte Innenminister Rehman Malik am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Islamabad.

Musharraf hatte am Vorabend bei einer Veranstaltung in Karachi per Videoschaltung aus Dubai angekündigt, er wolle am Monatsende zurückkehren, um seine Teilnahme an der Parlamentswahl im März nächsten Jahres vorzubereiten.

Musharraf wird vorgeworfen, als Präsident nicht ausreichend für den Schutz der Ende 2007 bei einem Selbstmordanschlag ermordeten Ex-Premierministerin Benazir Bhutto gesorgt zu haben. Der Militärmachthaber war nach dem Wahlsieg von Bhuttos Volkspartei PPP 2008 aus dem Amt gedrängt worden und freiwillig ins Exil gegangen. Seitdem lebt der 68-Jährige vor allem in London und Dubai. Er führt die von ihm im Exil gegründete All Pakistan Muslim League an, die landesweit keine breite Unterstützung genießt.

Musharrafs Sprecher Fawad Chaudhry sagte am Montag, die drohende Festnahme werde den Ex-Präsidenten nicht davon abhalten, zwischen dem 27. und dem 30. Januar zurück in seine Heimat zu kehren. „Wenn er festgenommen wird, werden wir juristischen und politischen Druck für seine Freilassung aufbauen.“ Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Militärmachthaber seien haltlos. Als Armeechef hatte sich Musharraf 1999 unblutig an die Macht geputscht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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