Pakistan
US-Reporter flüchtet aus Taliban-Gefangenschaft

Nach sieben Monaten in der Hand von Taliban-Kämpfern ist einem Reporter der "New York Times" auf spektakuläre Weise die Flucht in die Freiheit gelungen.

HB WASHINGTON. Wie die Zeitung mitteilte, kletterte der Journalist David Rohde in der Nacht zum Samstag zusammen mit einem mitgefangenen Lokalreporter über die Mauer eines Anwesens in Pakistan, wo beide festgehalten worden waren. Sie trafen auf eine pakistanische Militärpatrouille, die sie zu einem Armeestützpunkt brachte. Von dort sei Rohde, der im vergangenen Jahr einen Pulitzer-Preis für seine Pakistan-Afghanistan-Berichterstattung erhalten hatte, dann zur amerikanischen Basis Bagram in Afghanistan geflogen worden.

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf Rohdes Ehefrau, der Reporter sei bei guter Gesundheit. Sein pakistanischer Kollege Tahir Ludin habe sich bei der Flucht den Fuß verletzt. Die beiden Journalisten waren zusammen mit ihrem Fahrer am 10. November in Kabul entführt worden. Die Zeitung hatte dies nach eigenen Angaben bisher geheimgehalten, um die Sicherheit der Männer nicht zu gefährden. Der Fahrer war dem Blatt zufolge nicht zusammen mit den beiden Reportern geflohen.

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