Palästinensergebiete werden vor Feiertagen abgeriegelt
Israel setzt Angriffe im Gazastreifen fort

Bei einem israelischen Raketenangriff auf das palästinensische Flüchtlingslager Dschabalja im Gazastreifen sind am Freitag Ärzten zufolge drei Menschen verletzt worden. Die israelische Regierung hat eine totale Absperrung der Palästinensergebiete angeordnet.

HB GAZA-STADT/JERUSALEM. Mit dem Hubschrauberangriff setzte die israelische Armee den dritten Tag in Folge ihre Einsätze im nördlichen Gazastreifen fort. Ziel ist es nach Armeeangaben, Raketenangriffe radikaler Palästinenser auf Städte im Süden Israels zu unterbinden. Dem Luftangriff gingen Gefechte zwischen Soldaten und Palästinensern in Dschabalja voran, das als Hochburg von Extremisten gilt. Seit Beginn des Armee-Vorstoßes am Mittwoch, wenige Tage nach den Selbstmordanschlägen der radikal-islamischen Hamas im südisraelischen Beerscheba, haben israelische Soldaten sechs Palästinenser getötet und mehr als 70 verletzt.

Mit der totalen Absperrung, die am Freitagmorgen beginnen sollte, reagiere man auf verstärkte Terrorwarnungen, hieß es am späten Donnerstagabend nach einem Treffen von Verteidigungsminister Shaul Mofas und Sicherheitsexperten. Es seien mehr als 50 Hinweise auf geplante Anschläge vor und während der Feiertage rund um das jüdische Neujahresfest Jom Kippur eingegangen. Die Absperrung solle mindestens bis zum 25. September andauern.

Auch die Sicherheitskräfte in Israel wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Besondere Aufmerksamkeit gelte dabei Märkten, öffentlichen Gebäuden und Vergnügungsvierteln. Die Feiertage rund um das jüdische Neujahrsfest gelten als besonders gefährdet.

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