Panik bei Popkonzert ausgebrochen
Türkei: 14 Verletzte nach Bombenanschlag

Bei einem Bombenanschlag während eines Konzerts in der südtürkischen Stadt Mersin sind am Sonntagabend 14 Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten.

HB MERSIN. Die Bombe explodierte unter einem Polizeiwagen, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die beiden Polizisten seien lebensgefährlich verletzt worden. Hinweise auf die Urheber gab es zunächst nicht. Der Anschlag fand am letzten Tag eines Musikfestivals statt, das die Stadt Mersin veranstaltet hatte. Die Polizei wollte sich zu der Explosion in der südtürkischen Hafenstadt Mersin nicht äußern. Die Bombe explodierte gegen 21 Uhr MESZ nach dem Auftritt des in der Türkei sehr bekannten Pop-Sängers Candan Ercetin. Die Explosion löste unter den TV-Berichten zufolge rund 20 000 Besuchern Panik aus. Der Hintergrund der Bombenexplosion war zunächst unklar. Dem TV-Sender CNN Türk zufolge leitete die Polizei umfassende Ermittlungen ein.

Das türkische Fernsehen zeigte Bilder von blutverschmierten Menschen, die vom Explosionsort zu Rettungsfahrzeugen getragen wurden. Bombenexperten hätten am Veranstaltungsort bereits ein verdächtiges Paket zerstört und seien dabei, ein zweites zu vernichten, meldete die Agentur Anatolien. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan setzte sich CNN Türk zufolge mit dem örtlichen Gouverneur telefonisch in Verbindung, um Informationen über die Explosion zu erhalten. Dem Sender zufolge hat es in der Stadt Mersin in den vergangenen beiden Monaten bereits mehrere Explosionen gegeben, darunter in einem Hotel, in einer Bank sowie in Büros von Erdogans Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP).

In der Vergangenheit haben kurdische Separatisten, linksextreme und radikal-islamische Gruppen wiederholt Anschläge in türkischen Städten verübt. Im November waren bei einer Serie von Anschlägen auf Synagogen und britische Einrichtungen in Istanbul mehr als 60 Menschen getötet worden. Die Behörden gehen davon aus, dass türkische Extremisten mit Verbindungen zur Moslem-Organisation Osama bin Laden hinter den Anschlägen stecken.

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