Panne bei Ansprache
Obamas sympathisches Missgeschick

Barack Obama hat seinen Humor unter Beweis gestellt. Während seiner Rede auf dem Kongress der mächtigsten Frauen der USA kommt seinem Podium das Präsidentensiegel abhanden. Mit einer gehörigen Portion Charme rettet der Präsident die Situation und erntet nun im Internet Sympathiepunkte.
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DÜSSELDORF. US-Präsident Barack Obama hat es als wohl mächtigster Mann der Welt nicht leicht. Die Wirtschaft kommt nur schleppend wieder auf die Beine, er verliert beinahe reihenweise wichtige Berater und bei den anstehenden Senatswahlen droht den Demokraten die Flucht der Wähler. Zuletzt sorgte die mögliche Präsidentschaftskandidatur des Immobilienmoguls Donald Trump für Furore, der dank der „Tea Party“, einem ultra-konservativen Flügel der US-Republikaner, seine Chance sieht.

Da passte es auffällig ins Bild, dass dem einstigen Wunderknaben der Weltpolitik auch noch ein technisches Problem den Auftritt verdirbt: wie von Geisterhand verabschiedet sich das Präsidentensiegel vom Rednerpult Obamas, als er in Washington eine Ansprache auf dem Kongress der mächtigsten Frauen der USA hält.

Würde sich mancher in dieser Situation eher dünnhäutig präsentieren, zeigt Barack Obama sich von seiner besten Seite. Er legt seinen Charme und die hervorragende Rhetorik in die Waagschale. Zunächst entfährt ihm ein sympathisches „Ups“, dann rettet er mit Komik gekonnt die Situation: „Ist schon in Ordnung, jeder von Ihnen weiß, wer ich bin“, erklärt der Präsident schelmisch, das ohnehin amüsierte Publikum quittiert die Reaktion mit Applaus.

Nun zieht der Videomitschnitt der Veranstaltung im Internet seine Kreise und Obama erreicht das, was er seit Anbeginn seiner politischen Karriere immer am besten konnte – die Sympathien der Menschen hinter sich vereinen. Mehr als 100 000 Nutzer haben das Video mittlerweile bei Youtube gesehen, die Zahl ist mehr als doppelt so hoch, werden die verschiedenen Versionen zusammengezählt. Die zahlreichen Kommentare sind wohlwollend, anerkennend und durchaus international. Obama wird es recht sein, denn jegliche Form der positiven Publicity, mag sie noch so klein sein, kommt ihm vor den Wahlen wie gerunfen.

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