Panne beim Milliarden-Auftrag US-Luftwaffe kündigt Mitarbeiter

Die Air Force zieht Konsequenz aus der Panne bei der Ausschreibung eines milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrags. Vertrauliche Daten gelangten an die Hersteller der Flugzeuge und konnten den Bieterkampf beeinflussten.
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HB WASHINGTON. Die Datenpanne der US-Luftwaffe beim milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrag zieht personelle Konsequenzen nach sich. Zwei Mitarbeiter, die in die Vergabe involviert waren, müssen ihre Posten räumen, wie die Luftwaffe am Dienstag mitteilte. Durch einen Bearbeitungsfehler waren den beiden Bietern Boeing und Airbus unabsichtlich einige Informationen über die Offerten der jeweils anderen Partei geschickt worden. US-General Norton Schwartz bezeichnete dies als "schwere Enttäuschung" und betonte, die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. Seinen Worten zufolge könnten noch weitere Maßnahmen ergriffen werden. Wer die aus dem Amt entlassenen Mitarbeiter sind, wurde nicht mitgeteilt. Sie hätten keine verantwortliche Stelle bei der Vergabe des 50 Mrd. Dollar schweren Auftrags innegehabt.

Der Vorfall kann nach Einschätzung von Experten noch zu Reklamationen und Auftragsänderungen führen. Die Airbus-Mutter EADS kündigte allerdings an, keinen Widerspruch einzulegen.

Am Freitag hatte die Luftwaffe mitgeteilt, dass die Entscheidung über die Auftragsvergabe erst Anfang kommenden Jahres fallen werde. Die neue Vergabe des Baus von 179 Tankmaschinen ist bereits der dritte Versuch, die im Schnitt 50 Jahre alten KC-135-Flieger von Boeing zu ersetzen. Die erste Runde entschied Boeing für sich, die zweite EADS. In beiden Fällen wurde das Verfahren jedoch gestoppt und neu aufgerollt.

Für die US-Luftwaffe wäre es die größte Anschaffung innerhalb eines Jahrzehnts. Die neuen Tankflugzeuge sollen Kampfflugzeuge und andere Flieger während des Fluges betanken.

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