Pannen-Beitrag über Koranschändung
Newsweek zieht Konsequenzen

Das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" hat nach dem Skandal um seinen unkorrekten Bericht über Koranschändungen seine Regeln zum Umgang mit anonymen Quellen geändert.

HB WASHINGTON. Chefredakteur Richard Smith schrieb in der aktuellen Ausgabe des Magazins an die Leser, die Formulierung "Quellen sagten" sei künftig in "Newsweek" tabu. Namentlich nicht genannte Informanten dürften nur noch zitiert werden, wenn leitende Redakteure dies genehmigt haben.

Ein mittlerweile zurückgezogener Bericht über angebliche Koranentweihungen im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay (Kuba) hatte zu blutigen Unruhen in Afghanistan und anderen islamischen Ländern geführt, bei denen mindestens 17 Menschen starben. Über den Verlust von Menschenleben sei er „zutiefst traurig“, schrieb Smith. Er versprach, aus den Fehlern zu lernen und mehr Sorgfalt bei der Verwendung von Quellen walten zu lassen.

Bei seinem Koran-Bericht hatte sich „Newsweek“ auf einen einzelnen, namentlich nicht genannten hochrangigen Regierungsbeamten berufen. Dieser hatte später erklärt, er sei sich seiner Sache nicht mehr sicher. Der Sprecher des US-Verteidihungsministeriums, Larry DiRita, ließ sich daraufhin zu einer drastischen Aussage hinreißen: "Menschen sind tot wegen dieses Hurensohns."

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