Papandreous Wahlsieg
Griechen unterstützen strikten Sparkurs

Die Sozialisten von Regierungschef Papandreou sind als Sieger aus der zweiten Runde der griechischen Regional- und Kommunalwahlen hervorgegangen. Der Ministerpräsident sieht sich dadurch in seinem harten Sanierungskurs bestätigt. Heute starten Experten des IWF und der EU eine neue Kontrolle der Bücher und des Haushalts 2011.
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HB ATHEN. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat den Sieg seiner Sozialisten bei der zweiten Runde der Regional- und Kommunalwahlen als klares Votum für seinen Sparkurs bezeichnet. "Die Bürger haben uns gezeigt, dass wir unsere Bemühungen, das Land vom Bankrott zu retten, fortsetzen sollen", sagte er am Sonntagabend im Fernsehen. Die Freude über den Sieg hielt sich jedoch in Grenzen. Heute morgen starteten Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Kontrolle der Bücher. In der griechischen Presse wurden Befürchtungen laut, dass die Griechen in den kommenden Monaten abermals den Gürtel enger schnallen müssen.

Papandreous Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) eroberte am Sonntag in der Stichwahl wichtige Positionen. Erstmals seit 24 Jahren stellen sie mit Giorgos Kaminis in Athen wieder den Bürgermeister. Der bisherige Amtsinhaber Nikitas Kaklamanis gestand seine Niederlage ein und gratulierte seinem Gegner. Auch in Thessaloniki stellen erstmals seit 1986 wieder die Sozialisten und kleinere linke Parteien den Bürgermeister. Deren Kandidat Ioannis Boutaris gewann denkbar knapp mit einem Vorsprung von 419 Stimmen gegen einen konservativen Kandidaten.

Die Sozialisten gewannen zudem die Stichwahl um das Amt des Regionalgouverneurs in der bevölkerungsreichsten Region um Athen. Im Großraum Athen leben fast 40 Prozent der Griechen. Wie das Innenministerium am Montagmorgen mitteilte, gewannen die Sozialisten in 8 von 13 Regionen des Landes. Die Wahlbeteiligung erreichte mit nur knapp 40 Prozent einen historisches Tiefstand. Die konservative oppositionelle Nea Dimokratia (ND) wird in der Hafenstadt Piräus künftig den Bürgermeister stellen. Zudem gewann sie den Angaben zufolge die Regionalwahlen für den Großraum Thessaloniki, der zweitgrößten griechischen Stadt, und in vier weiteren Regionen im Norden des Landes.

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