Papst-Audienz in Rom
Zehntausende demonstrieren gegen Bush

Bei seinem ersten Besuch im Vatikan gewährte Papst Benedikt XVI dem amerikanischen Präsidenten George Bush gleich eine Privataudienz. Auf dem viel beachteten Treffen diskutierten die beiden Männer hauptsächlich die Nahost-Politik der USA. Währenddessen demonstrierten auf den Straßen Zehntausende gegen den amerikanischen Präsidenten.

HB ROM. Zehntausende Menschen sind am Samstag in Rom gegen US-Präsident George W. Bush auf die Straße gegangen. Über mehr als einen Kilometer erstreckte sich ein Protestzug auf dem Weg zur Piazza Navona. Die Organisatoren sprachen von 150 000 Teilnehmern. Die Protestierenden trugen Plakate mit der Aufschrift „Kein Bush, kein Krieg“.

Über mehr als einen Kilometer erstreckte sich der Protestzug auf dem Weg zur Piazza Navona. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei, als aus der Menge Flaschen und andere Gegenstände flogen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Bevor es zu den Ausschreitungen kam, hatte der Zug auf einem Platz an der Strecke kurzzeitig angehalten, als sich die Demonstranten Polizisten mit Schutzschilden gegenübersahen. An dieser Stelle verlief der Zug noch weitgehend friedlich. Lediglich einige Randalierer zündeten Knallfrösche. Globalisierungskritiker und linksgerichtete Gruppen hatten zu zwei Großveranstaltungen aufgerufen. Viele Teilnehmer kamen in Zügen aus dem Norden des Landes.

10 000 Polizisten im Einsatz

Bis zu 10 000 Polizisten waren in ROM im Einsatz, um für die Sicherheit Bushs zu sorgen. Zahlreiche Straßen waren gesperrt, vier U-Bahn-Stationen in der Nähe des Vatikans und im Stadtzentrum blieben geschlossen.

Der Besuch von US-Präsident George W. Bush bei Papst Benedikt XVI. ist das erste Treffen der beiden Männer. Bei der halbstündigen Audienz am Samstag in Rom habe der Papst friedliche Lösungen für den Nahen Osten angemahnt und sich beunruhigt über die Lage im Irak geäußert, teilte der Vatikan mit. Anschließend traf sich Bush mit Italiens Regierungschef Romano Prodi, wobei es auch um das italienische Afghanistan-Engagement gehen sollte. Am Morgen war der US-Präsident bereits von Staatschef Giorgio Napolitano empfangen worden. Bushs Rom-Besuch wurde von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Für den Nachmittag waren Proteste gegen den US-Präsidenten geplant.

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