Papst trifft Putin
Der politische Hirte

Auf dem G7-Gipfel war Putin noch Persona non grata – am Mittwoch hatte er eine Audienz beim Papst. Dort gab es für den Kremlchef nicht nur warme Worte. Anders als sein Vorgänger Benedikt macht Franziskus richtig Politik.
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DüsseldorfEin Händedruck, ein freundliches Lächeln und vor allem viele Fotos dieser Szene für die Medien der Welt – das war der Plan des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Kurzfristig erweiterte er seine lange geplante Reise zur Expo nach Mailand, bei der er Italiens Premier Matteo Renzi traf, um einen Abstecher in den Vatikan, um den Papst zu treffen. Vatikan-Insider wiederum berichten aus Rom, dass Franziskus den Termin mit Putin bereitwillig und schnell in seine prall gefüllte Agenda eingeschoben hätte.

Während der eine mit den Bildern zurück in die Öffentlichkeit will, nachdem das G7-Treffen in Elmau ohne ihn über die Bühne gegangen war, hat der andere präzisere Intentionen. Der Papst macht Politik, bei Reisen, in Predigten und bei Begegnungen wie mit Putin. Aber nicht Politik im Sinn von Blockdenken oder strategischen Vorteilen, sondern zur Realisierung seines apostolischen Programms.

Und er spricht eine deutliche Sprache, ob diplomatisch oder nicht. Seit seiner Wahl im März 2013 hat das Oberhaupt der katholischen Kirche keine Berührungsängste – egal ob es nun um Underdogs, Gefangene oder Behinderte geht oder um Staatschefs und Präsidenten. Franziskus entscheidet, wen er trifft und was er sagt, doch jede Äußerung fügt sich in den großen Zusammenhang, das „big picture“ dieses Oberhirten. Solidarität mit den Armen und Bewahrung der Schöpfung nannte der Argentinier als Anliegen in der ersten Messe als Papst. Er sagte aber auch: „Lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser unserer Welt begleiten.“

Wie politisch dieser Papst ist, wird bei jeder Reise, jeder Predigt deutlich. Drei Beispiele allein aus den vergangen zwei Monaten: In einer Predigt im Petersdom bezeichnet Franziskus im April den Tod von 1,5 Millionen Armeniern während des Ersten Weltkriegs als Genozid. Diese Tragödie, die „weithin als 'erster Völkermord des 20. Jahrhunderts' gilt“, habe das armenische Volk getroffen. Es sei seine Pflicht, die Erinnerung an die unschuldigen Männer, Frauen, Kinder, Priester und Bischöfe zu würdigen, die „sinnlos“ ermordet worden seien, sagte der Papst. Prompt bestellte Ankara den Vatikan-Botschafter ins Außenministerium ein.

Mitte Mai war Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas im Vatikan, 20 Minuten Privataudienz beim Papst. In ihrem Gespräch sei es um den Friedensprozess mit Israel gegangen und die Hoffnung, dass beide Seiten wieder direkte Verhandlungen aufnähmen, meldete Radio Vatikan. Dann wurde der Abschluss eines Grundlagenvertrags zwischen dem Heiligem Stuhl und der Palästinensischen Autonomiebehörde angekündigt, an dem die zuständige Kommission sechs Jahre lang gearbeitet hat. In Israel führte das zu kritischen Stimmen.

Drittes Beispiel: Vor ein paar Tagen war Franziskus für einen Tag in Sarajevo. 20 Jahre nach dem Krieg in Bosnien, bei dem mehr als 100.000 Menschen ums Leben kamen, wiederholte er seinen Schlüsselsatz: „Nie mehr Krieg“. In seiner Predigt sagte er, es gäbe eine Art „dritten Weltkrieg, der stückweise geführt wird“ und auch bei der „globalen Kommunikation nimmt man ein Klima des Krieges wahr“. Denn es gäbe jene, die „den Zusammenstoß zwischen verschiedenen Kulturen und Zivilisationen suchen und die, die mit den Kriegen spekulieren, um Waffen zu verkaufen“. Doch Krieg bedeute Flucht, Vertreibung und zerbrochene Leben.

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  • Die Lügen unserer Medien über Putin, Russland und die Ukraine gehen in die nächste Runde

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    Hinter der Fichte
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    Das ARD/ZDF-Panoptikum macht keine Sommerpause. Deren „Berichte“ über die (nicht aus der) Ukraine werden wir demnächst wieder sezieren. Gravierend ist, daß Mainstreammedien, Regierung und NGO, wie die angebliche Menschenrechtsorganisation HRW, eisern über die Verbrechen der Junta und des „Rechten Sektors“ (ARD-Euphemismus: „Freiwilligenmilizen“) an den Russen und die des mit 8% Wählerstimmen im Rücken mordenden und folternden Faschisten Jarosch schweigen. Das Morden von Zivilisten mit Artillerie nennt die ARD „Vertreibung von Separatisten“. Die Aufständischen ziehen sich vor den Truppen der Junta, die unter Leitung der USA steht, weiter zurück. Poroschenko holt sich bei jedem Schritt erst die Order von Biden ab. Fällt diese Kuriosität eigentlich nicht mehr auf, daß ein angeblich gewählter europäischer Präsident sich mit Leuten von einem anderen Kontinent über seine Schritte abspricht?

    Kommentar: Mehr Informationen über die Verbrechen der von Amerika ins Amt geputschten Faschisten-Regierung in der Ukraine finden Sie
    -->http://de.sott.net/
    -->http://de.sott.net/article/18222-Bilderberg-entblot-Die-Kanzlermacher-Wie-wir-von-der-Scheindemokratie-nach-Strich-und-Faden-verarscht-werden

  • Papst empfängt Putin zu Privataudienz - Gespräch über Ukraine
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    Papst Franziskus hat in einer Privataudienz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Anstrengungen für eine Lösung des Ukraine-Konflikts aufgerufen. Franziskus habe „bekräftigt, dass eine aufrichtige und große Anstrengung nötig ist, um den Frieden zu realisieren“, wie der Vatikan am Mittwochabend nach Angaben der Agentur dpa mitteilte.
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    Themen der Audienz seien vor allem der Konflikt in der Ukraine und die Situation im Nahen Osten gewesen, erklärte Lombardi. Franziskus schenkte Putin eine Medaille mit einem Friedensengel. „Das ist der Friedensengel, der alle Kriege gewinnt und von Solidarität zwischen den Völkern spricht“, sagte er.
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    Nach Angaben von Putins Sprecher Dmitri Peskow äußerten der Präsident und der Pontifex auch ihre Besorgnis über die Lage der Christen im Nahen Osten. „Die Unterredung war inhaltsreich. Neben der Ukraine-Krise wurde über allgemeinmenschliche und humanitäre Werte diskutiert, die die Katholiken und die Orthodoxen, alle Religionen in vieler Hinsicht vereinen“, sagte der Sprecher.

  • USA bedrängen Papst wegen Putins Besuch
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    Die USA haben dem Papst Franziskus im Vorfeld seines Treffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Mittwoch in Rom vorgeschlagen, mehr Russland-Kritik zu üben. Dies erläuterte der US-Botschafter Kenneth Hackett in Italien.
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    Am Vorabend des Besuchs formulierte der US-Botschafter seine Erwartungen: Der Heilige Stuhl werde sich wohl besorgter als sonst über das, was in der Ukraine geschieht, äußern, meldet die Agentur AP. "Wir sind der Meinung, dass er eine tiefere Besorgnis über die territoriale Integrität zeigen könnte."
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    Am Dienstag hatten die G7-Länder auf dem Gipfel in Deutschland beschlossen, die Sanktionen gegen Russland wegen der Lage in der Ostukraine zu verschärfen, obgleich sie ganz genau wissen, dass Poroschenko den Donbas ausbomben lässt....wohl auf Befehl der USA !!!!

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