Papstbesuch
Kuba begnadigt Gefangene im großen Stil

Vor dem Besuch von Papst Franziskus begnadigt Kuba demonstrativ über 3500 Gefangene – wie schon bei Besuchen von Franziskus' Vorgängern. Ob auch politische Gefangene freigelassen wurden, ist nicht bekannt.

HavannaKuba will anlässlich des Papst-Besuchs in rund einer Woche mehr als 3500 Häftlinge begnadigen. Die Führung in Havanna machte am Freitag keine Angaben dazu, ob darunter auch politische Gefangene, Dissidenten oder Angehörige von Menschenrechtsorganisationen sind.

Staatliche Medien berichteten, mit einer Freilassung könnten Gefangene im Alter von über 60 oder unter 20 Jahren rechnen, die kein längeres Strafregister hätten. Auch Frauen, chronisch Kranke und Ausländer würden begnadigt. Ausgenommen seien unter anderem Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder und Drogen-Händler. Die Inhaftierten würden in den kommenden drei Tagen auf freien Fuß gesetzt.

Papst Franziskus besucht den sozialistischen Karibik-Staat vom 19. bis 22. September. Bereits bei Besuchen seiner Vorgänger Benedikt XVI. und Johannes Paul II. hatte Kuba Inhaftierte begnadigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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