Paris, Dollar, Diana & Co.
Die schrägsten Verschwörungstheorien

Lebt Lady Diana womöglich noch? Oder ist gar die Blumenindustrie Schuld an dem Tod der Prinzessin? Verschwörungstheoretiker feuern gerne kuriose Debatten an – eine Sammlung der absurdesten Theorien.
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Düsseldorf„Tagesschau“-Chef Kai Gniffke „langt's“. Gerade hat er ganz offen mit allen „Verschwörungstheoretikern“ abgerechnet, die die Bildauswahl zum „Solidaritätsmarsch“ in Paris als realitäts-verzerrend dargestellt hatten. Auch „Taz“-Chefredakteurin Ines Pohl bekam ihr Fett weg. Damit feuert Gniffke eine Debatte um das „gesteuerte Medienkartell“, die Lügenpresse, an. Beziehungsweise stochert lediglich in Flammen, die seit Jahren die Welt aufheizen. Wir haben die schrägsten Verschwörungstheorien für Sie aufgelistet. Manches ist mit Ironie zu genießen.

Die Tagesschau-Verschwörung

Theorie? Nachdem es bereits mehrere Verschwörungstheorien zu dem Anschlag auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ selbst gegeben hat, reagierte Tagesschau-Chef Kai Gniffke erst am Dienstag auf eine neue vermeintliche Intrige. Diesmal richten die Theoretiker ihre These nicht an Politik oder Wirtschaft, sondern an die Medien, die derzeit durch die Pegida-Bewegung von vielen als „Lügenpresse“ gehandelt wird. So soll die Kameraeinstellung der Tagesschau, als sie die Staatschefs, die an dem Solidaritätsmarsch in Paris teilgenommen hatten, von vorne gezeigt hatte, nicht der Realität entsprochen haben. In Wahrheit haben die Prominenten nicht die Demonstration angeführt, sondern liefen auf einer abgesperrten Straße.

Realität? Wie Kniffke in seinem Blogeintrag deutlich macht, hat die Tagesschau die Aufnahme der Politiker aus zwei Perspektiven aufgenommen. Demnach gebe es seiner Meinung nach überhaupt keinen Anlass für solch eine Theorie: „Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, dass uns Verschwörungstheoretiker hinhalten. Denn sonst sickert noch viel mehr des Giftes der Furcht in unseren Berufsstand ein.“

Das Auge im Dollar

Theorie? Eine unfertige Pyramide, ein Auge in einem darüber schwebendem Dreieck. Ganz klar: Die Illuminaten regieren die Welt, oder vielleicht doch die Freimaurer. Kurz gesagt ist das die Verschwörungstheorie um den Ein-Dollar-Schein, die seit Jahrzehnten in Kreisen von Historikern, Theoretikern und seit dem Zeitalter des WWW auch dort kursiert. So soll die Welt seit der amerikanischen Revolution nicht von den entsprechenden Wirtschafts- und Politikmächten regiert werden; vielmehr solle sich die Menschheit einer kleinen Elite unterwerfen.

Realität? Tatsächlich ist das „Auge der Vorsehung“ ein oft verwendetes Symbol der Freimaurer-Logen. Einem Herrenclub, dessen Auftrag darin besteht, sich ihrer ethischen Selbstvervollkommnung zu widmen. Das ist aber auch alles.

Die vorgetäuschte Mondlandung

Theorie? Die erste Mondlandung sei – so heißt es von Verschwörungstheoretikern – von der Nasa und der amerikanischen Regierung vorgetäuscht worden sein. Die Landung sei in verschiedenen Studios filmisch aufgenommen worden sein; alles eine Fälschung, um der Sowjetunion zu zeigen, wie mächtig die Amerikaner im Raumschiff-Geschäft mitmischen. Technologische Siege bedeuteten schließlich Macht, besonders in den 60er und 70er Jahren. Weitere Theorien sind, dass die US-Regierung von politischen Problemen mit dem Vietnam habe ablenken wollen und dass die Nasa die Landung inszenierte, um das Budget von 30 Milliarden Dollar zu schützen. Denn: ohne Erfolge, kein Geld.

Realität? Am 21. Juli 1969 setzte Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf den Mond. Die allererste Landung jedoch nahm in der Tat die Sowjetunion vor. Die erste menschen-konstruierte Kapsel „Lunik 2“ setzte bereits 1962, also sieben Jahre vor Armstrongs Mondankunft, auf dem Planeten auf.

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  • So viel aufsehen wie momentan betrieben wird ist echt erstaunlich und erfreulich zugleich! Viele Schäfchen sind aufgewacht und haben den Wolf entdeckt!

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