Pariser Gericht verkündet Urteile gegen Untergrundbewegung wegen Serie von Anschlägen
Mehrjährige Haftstrafen für bretonische Separatisten

Mitglieder einer bretonischen Separatistenbewegung sind in Paris teilweise zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Ihnen wurden mehrere Anschläge zur Last gelegt.

HB BERLIN. Vor dem Schwurgericht in Paris sind Mitglieder einer bretonischen Untergrundbewegung wegen einer Serie von Anschlägen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht verhängte am Freitag eine elfjährige Gefängnisstrafe gegen einen 48-Jährigen, der sich zu seiner Mitgliedschaft in der Separatistenorganisation ARB bekannt hatte. Der 31-jährige frühere ARB-Sprecher muss für drei Jahre hinter Gitter, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Für einen der Gruppe zugeschriebenen Anschlag auf eine Filiale von McDonald's im bretonischen Quévert, bei dem im April 2000 eine 27-jährige Frau getötet worden war, wurden die beiden Angeklagten nicht belangt, hieß es weiter. Fünf weitere Angeklagte wurden zu Haftstrafen zwischen vier und acht Jahren verurteilt.

Das Gericht blieb mit seinen Urteilen weit unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß. Die Anklage hatte 18 beziehungsweise 15 Jahre Haft für die Hauptbeschuldigten gefordert.

In dem Verfahren ging es seit Anfang März um insgesamt 17 Anschläge.

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